Interkulturelles Verständnis geht durch den Magen
Am Montag, den 14. Februar 2011 lud der Seminarkurs „Mythos Orient“ mit Unterstützung des interkulturellen Rats ab 17 Uhr Schüler, Eltern und Freunde des Ursulinen-Gymnasiums zum „Festmahl“ zwischen den Kulturen ein.Unter dem Motto „Wir bitten zu Tisch“ wurden verschiedene Speisen zum Probieren von den Seminarkursteilnehmern gekocht und angerichtet.
Moderiert wurde die Veranstaltung von unseren hochmotivierten Mitschülerinnen Julia Urban und Nicole Antes aus der 12b.
Zu Besuch waren Referenten des interkulturellen Rats aus verschiedenen Religionen, die über ihre jeweilige Esskultur berichteten und Fragen, die ihnen die anderen Gäste stellten, beantworteten. Frau Dr. Graf von jüdischer Seite leitete die Plauderrunde ein, indem sie betonte, dass „Essen das wichtigste im Judentum sei“. Essen drücke ein „gemeinschaftliches Gefühl vor Gott“ aus und sei laut Thora ein Teil der Lebensfreude.
Auch Frau Yalcin, die Vertreterin des Islams, berichtete von dem starken Gemeinschaftsgefühl. Zum allgemeinen Schmunzeln führte ihr Zitat aus dem Koran „Allah liebt die Maßlosen nicht“, in Anspielung auf übermäßiges Verzerren. Zudem zitierte die Diakonin Frau Brekle mit Witz Bibelstellen zum Thema und machte darauf aufmerksam, dass es im Christentum keine einheitlichen Vorgaben zum Essen, an Feiertagen wie beispielsweise Weihnachten, gibt und die Gestik des „Brotbrechens“ die einzige Verbindung zwischen den Gläubigen ist.
Während des Gesprächs über das Verbot von Schweinefleisch im Islam und Judentum entwickelte sich eine rege Diskussion.
Als alle mit den exotischen Gerichten, wie zum Beispiel Ashura versorgt waren, erklärte Sara Netzer, 12c: „Ich wusste zum Beispiel nicht, dass man aus Bohnen und Mandeln eine so leckere Nachspeise machen kann“und zeigte somit, dass das Interesse an der jeweilig anderen Kultur durch diese Veranstaltung geweckt wurde.
Tirsia Englert und Victoria Lamla, 12

