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Einmal CERN hin- und zurück an einem Tag

Exkursion des Physik LK

Es gibt für interessierte Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 10 vom Institut für Jugendmanagement in Heidelberg besondere Exkursionsangebote. Von Schülerseite kam so im Physik-Leistungskurs, der sich gerade neu in der KS1 zusammengefunden hatte, die Idee, ob man nicht an einer solchen Exkursion zum CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) teilnehmen könnte.

Es handelte sich allerdings um eine Exkursion nicht nur zu einer extrem interessanten Forschungsstätte, sondern auch um eine Exkursion unter extremen Bedingungen – nämlich innerhalb von 21 Stunden Heidelberg – Genf und zurück.
Wir hatten a, 27.11. 2025 bei einem 5-stündigen Aufenthalt die Chance, zu sehen, wie Großforschung an unvorstellbar kleinen Teilchen stattfindet. Zur großen Überraschung nahm fast der gesamte Kurs an dieser extremen Exkursion teil – gerade die außergewöhnlichen Umstände mit der Frage „Bringt´s das? 16 Stunden Fahrt und 5 Stunden Aufenthalt!?“ und bei Rückkunft am nächsten Tag eine Klausur schienen einfach ein Kick zu sein. Man könne ja auf der Busfahrt lernen … was übrigens auch die meisten taten!

Um die Zeit im CERN bestmöglich nutzen zu können, werden gute bis sehr gute Grundkenntnisse in der Physik vorausgesetzt. So bereiteten wir uns mit einer GFS und einem Reader zu den Grundlagen der Teilchenphysik gut vor.

Um Mitternacht starteten wir mit unserem Bus in Heidelberg, der sich bei einem Zwischenstopp in Karlsruhe dann komplett füllte. Unser Programm in Genf begann dann nach Zwischenstopps und einer größeren Frühstückspause um 9 Uhr mit einer Führung durch die Anlage am CERN. Dabei wurden verschiedene oberirdische Experimente und Anlagen besucht. Wir haben auch erfahren, wie viele Anwendungen in der Technik, gerade auch in der Medizin, Ergebnisse von Forschung am CERN sind. So wurde ein Detektor, den man heute in der Computertomographie einsetzt und der zu einer unglaublichen Verbesserung der Auflösung von CTs und deren Aussagekraft führt, im CERN entwickelt. Wir waren fasziniert, wie groß eine Anlage sein muss, um winzig kleine Teilchen zu beobachten bzw. zu detektieren, denn sehen kann man sie ja nicht.

Schließlich waren wir auch beeindruckt, dass die Datenspeicherung für die großen Experimente traditionell über Magnetbänder läuft. Es gibt eine große sogenannte Tape-Bibliothek aus Magnetbändern mit automatisierten Wechslern, die auch für die aktiv genutzten Datenbestände am CERN zum Einsatz kommen.

Nach Abschluss der Führungen, bei denen wir auch unsere Fragen zur Forschung allgemein loswerden konnten, erkundeten wir noch eine Dauerausstellung, um dann gegen 13 Uhr wieder den Heimweg anzutreten. Gegen 21 Uhr kamen wir todmüde und schwer beeindruckt und auch zufrieden wieder in Heidelberg an. Auch die Klausur am nachfolgenden Tag haben alle gut gemeistert! Was für ein Erlebnis!

Eva Oettinger