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Die gute Gestaltung des Lebens

Angela-Gottesdienst 2026

Am Montag, den 27. Januar, fand der diesjährige Angela-Gottesdienst der Ursulinen-Gemeinschaft in der Jesuitenkirche statt. Organisiert wurde dieser von den Umweltsprechern/innen, als auch von den Lehrerinnen Frau Brems und Frau Oettinger. Als Fragestellung fungierte hierbei die Ermöglichung der guten Gestaltung des Lebens.

Zunächst wurde der Schulgemeinschaft das eigentliche Ziel eindrücklich vermittelt: die positive Inspiration, das Wecken von Mut für gute Lösungen und die positive Zukunftsvision. Anschließend stellten die Umweltsprecher/innen den beeindruckenden Lebensweg der Angela Merici, welche als Heilige ihren Gedenktag am 27. Januar hat, vor. Angela Merici erhielt als Kind keinen Schulunterricht. Mit 10 Jahren fand ein tiefgreifender Einschnitt in ihrem Leben statt: Ihre Mutter und ihre Schwester starben. Ab diesem Zeitpunkt lebte Angela bei ihrem wohlhabenden Onkel, dessen Reichtum sie allerdings nicht gewohnt war. Im Folgenden wandte sie sich der Religion zu und erkannte ihr ausgesprochenes Leitungstalent: Sie begann, Kindern Religionsunterricht zu geben. Während die Lebensgeschichte vorgelesen wurde, wurde die Schülerschaft durch gezielte Fragen eingebunden, was eine Besonderheit des Gottesdienstes darstellte. Beispielsweise traten die Talente einiger Schüler, welche sich eifrig meldeten, durch die Frage „Was kannst du besonders gut?“ zutage.

Angela Merici nahm sich die Redewendung „Das Gute aus ihr werde in unsere Hand gelegt.“ zu Herzen. Sie pilgerte oft zu Heiligtümern und reiste schlussendlich sogar ins „Heilige Land“, wo sie jedoch erblindete. Wie durch ein Wunder erhielt sie auf dem Rückweg ihr Augenlicht zurück. Im Jahre 1535 gründete Angela mit Mitstreiterinnen neuartige Gemeinschaften für Frauen, in welchen das ehelose Leben mit Solidarität zur Kirche vorrangig angestrebt wurde. Am 27. Januar 1540 starb Angela, die inzwischen als Heilige verehrt wurde, im Alter von 65 Jahren. Nachdem Angelas Lebensgeschichte abgeschlossen war, wurde den Schülern die Wichtigkeit der Heiligen für den Ursulinenorden erklärt. Auch heutzutage sind die Ursulinen nämlich an Angelas Tugenden, wie z. B. Seelsorge, orientiert. Schließlich trugen Fünftklässler die Fürbitten vor und der Gottesdienst neigte sich dem Ende zu.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass der Angela-Gottesdienst jährlich eine Bereicherung für die Schulgemeinschaft darstellt. Angela Merici vertrat Werte wie Seelsorge und Humanität, welche das Ursulinen-Gymnasium bis heute prägen.

Julius Keller (KS1)
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