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Bydgoszcz in Mannheim 2016

Nachdem im Jahr 2015 der Schüleraustausch mit unserer Partnerschule nicht stattfinden konnte, war die Freude groß, als die polnischen Schülerinnen und Schüler am 10.10. um 21:27 Uhr am Mannheimer Hauptbahnhof eintrafen. Schüler von der 8. bis zur 11. Klasse trafen ihre neuen „Geschwister“ mit denen sie zusammen die Woche verbringen sollten. Unter der Leitung von Frau Laturnus wurden die polnischen Schüler/innen auf uns Ursulinen Schüler/innen verteilt. Die Begrüßung viel knapp aus, da die Temperaturen und Anstrengungen des Tages beide Gruppen ausgelaugt hatten. Jedoch wurde diese Aufgabe am nächsten Tag von Frau Grimm in der Schule übernommen. Die Schulleiterin freute sich über den Austausch und bedankte sich bei den betreuenden Lehrerinnen Katarina Popiel und Iwona Kretek, da diese mit Frau Laturnus zusammen diesen Austausch möglich machen und gestalten. Durch das vorbereitete Programm sollten wir alle einen neuen Eindruck von Mannheim, Heidelberg und sogar Frankfurt erhaschen. Den Start machte Mannheim mit einer Stadtführung durch das pochende Herz. Sehenswürdigkeiten wie das Schloss und der Wasserturm durften nicht fehlen und sogar der Ratssaal wurde für unsere Gruppe geöffnet. Dort wurden wir, die Abgeordneten von Mannheim und Bydgoszcz, von Stadträtin Kamrad, als Vertretung für Herr Oberbürgermeister Kurz, offiziell in der Kurfürstenstadt begrüßt. Interessant dabei war, dass wir uns ganz wie von selbst neben unsere polnischen Mitschüler gesetzt haben. Als Abschluss wurden wir von der Stadt Mannheim eingeladen den Fernmeldeturm zu besichtigen und die grüne Lunge Mannheims, den Luisenpark, zu bestaunen. Dabei ging jeder seines Weges und Freizeit war das Stichwort. So endete schon der erste Tag der gemeinsamen Woche.

Am nächsten Tag war Heidelberg an der Reihe. Nach einer kurzen Einführung durch Frau Bartaune begaben wir uns in die historische Alte Universität von Heidelberg, die so einiges zu erzählen hatte. Mit einer Rallye durch die Stadt war das Wissen und die Orientierung von allen gefragt. Wir arbeiteten zusammen, um den Zettel nicht leer abzugeben. Hand in Hand oder eher mit Stift und Blatt. Zur Belohnung bekamen wir Freizeit, um Souvenirs und vor allem Süßigkeiten zu kaufen. Geendet hat dieser Tag wieder in luftiger Höhe auf dem Heidelberger Schloss mit seinem großen Weinfass. Der Tag neigte sich dem Ende und es ging wieder zurück in die Ruhe und Erholung der Gastfamilien.

Der Ausflug nach Frankfurt stand an. Das Wetter war schon in Mannheim eisig kalt und es sollte nicht viel besser werden. Dort angekommen liefen wir erst, um zu zeigen das Frankfurt groß ist, ist in die falsche Richtung. Wir schafften es aber doch noch zum Römerplatz, an dem unsere Führung für Geschichtsmuffel durch Frankfurt begann. Über die Paulskirche, deren Besuch wegen einer Sitzung leider ausfiel, zum Kaiserdom, auf dessen Weg wir den Krönungstag einer kleinen Kaiserin miterleben durften, bis hin zum Main-Tower. Dort waren wir wieder weit über den Dächern der Stadt und schossen Tausende von Fotos als Erinnerung. Danach war uns wieder Freizeit gewährt, in der wir uns ein wenig die Einkaufsmeile anschauen konnten. Durch das viele Laufen und die klirrende Kälte erschöpft und ausgelaugt fuhren wir mit dem Zug zurück nach Mannheim.

Der letzte richtige Tag war angebrochen. Doch zuerst durften wir Schüler und Schülerinnen uns auf das freuen, was uns doch zu dem macht, was wir sind: 4 Stunden schönster Unterricht im Ursulinen-Gymnasium. Abgerundet wurde alles mit dem Gottesdienst für die 11. Klasse, da diese ein Praktikum begannen. Danach durften wir uns aber beim Siebdruck in der Alten Feuerwache erholen. Hier wurde das Logo des Austausches geschaffen mit dem Titel Bydgoszcz in Mannheim 2016 und gleich auf T-Shirts und Taschen gedruckt. Und der letzte Abend brach an mit einem gemeinsamen Abendessen. Dabei durften wir den Ausflug kritisch beurteilen. Alle waren der Meinung, dass die Zeit viel zu kurz war, die Erlebnisse aber besonders waren. Jeder hätte gerne mehr Zeit mit seiner Gastfamilie verbracht und hofft, dass der Austausch auch nächstes Jahr wieder in die Wege geleitet wird, denn man hat gesehen, dass wir alle nun zusammengehören.

Am Anfang waren wir zwei Gruppen aus unterschiedlichen Ländern und nun sind wir kaum zu trennen. Am Anfang haben wir den Begriff „Geschwister“ belächelt und jetzt sind wir es wirklich. Es flossen Tränen, als es zur Verabschiedung kam und es wird wieder ein fröhlicher Moment sein, wenn wir uns wieder begegnen. Wir freuen uns auf Mannheim in Bydgoszcz 2017!

Jannik Sulger, Kl. 11c

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