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Debattenkultur in Stuttgart

Jugend debattiert in Stuttgart„Zweck des Disputs oder der Diskussion soll nicht der Sieg, sondern der Gewinn sein.“ Als die Landesbeauftragte für Jugend debattiert in Baden-Württemberg dieses Zitat von Joseph Joubert am Abend des 11. März im Stuttgarter Eberhard-Ludwigs-Gymnasium anbrachte, traf sie genau den Aspekt, der „Jugend debattiert“ ausmacht: Man debattiert miteinander, um das Thema von möglichst vielen Seiten zu beleuchten und seinem Kern näherzukommen. Dabei geht es nicht darum, die Gegenseite „in Grund und Boden zu debattieren“, sondern Ziel sollte es sein, sich gemeinsam über ein Thema auszutauschen.
Diese Themen waren bei der der diesjährigen Landesqualifikation mögliche Fahrverbote bei Feinstaubalarm, ein Jugendcheck für Gesetze, eine Bargeldobergrenze und eine Wohnsitzauflage für anerkannte Flüchtlinge. Anabel Görtz (Kl. 9a) und Luca Weigand (11c), unsere Regionalsieger aus Heidelberg, waren mit großem Einsatz dabei. Am Ende wurden beide in ihrer jeweiligen Altersgruppe 17. Das Ergebnis ist damit nicht ganz so herausragend wie letztes Jahr, zufrieden können die beiden aber allemal sein. Ende Februar hatten beide ein Rhetorikseminar auf Burg Liebenzell besucht, wo sie nicht nur die Struktur von „Jugend debattiert“ besser kennenlernten, sondern ihnen vor allem viele rhetorische Kniffs für das (Schul-)Leben gezeigt wurden. Dort trafen sie auch erstmals ihre Mitdebattanten aus den anderen Regionalverbünden Baden-Württembergs. „Allein schon für das Rhetorikseminar hat sich die Teilnahme dieses Jahr nochmal gelohnt“, fand Luca. „Es war eine tolle Stimmung und ich konnte auch wieder sehr viel für mein alltägliches Leben mitnehmen.“

Auch wenn es nicht für den Sieg reichte: Diesen Gewinn haben unsere beiden Debattanten und den kann ihnen auch keiner nehmen. Eine erneut sehr erfolgreiche Debattensaison ist für das UGM nun vorüber, bis zum nächsten Jahr heißt es nun: diskutieren, diskutieren, diskutieren…

Marietta Laturnus