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When you\'re in Rome ...

Sommer für die Kursstufe 2 – Studienfahrt nach Rom 2014

... do as the Romans doAls die 55 Schüler und Schülerinnen der Kursstufe 2 gemeinsam mit Frau Engel, Herrn Claret, Herrn Engelhart und Frau Walter am 18.10.14 vor der Schule auf den Bus warteten, der sie nach Rom bringen sollte, wusste noch keiner, dass dies die längste Busfahrt ihres Lebens werden sollte. Optimistisch und glücklich stürmten alle in den Bus um die besten Plätze zu ergattern. Als der Bus Mannheim verließ, war die Stimmung auf dem Höhepunkt. Nach gefühlten tausend Stunden im Bus erreichten wir den Stadtrand von Rom. Wir steuerten einen Parkplatz an und uns wurde klar: irgendetwas stimmte nicht. Dem Anschein nach hatte unser Bus keine Genehmigung um nach Rom einfahren zu dürfen. Auch als wir einen anderen Parkplatz ansteuerten, bekamen wir nur die Information, wir hätten die Genehmigung zwei Wochen zuvor einholen müssen. Doch Frau Engel punktete mit ihren Französischkenntnissen und ihrem Charme und schaffte es einen französischen Busfahrer zu überreden, unsere Gruppe samt Gepäck zu unserem Hotel, in die Nähe des Bahnhofs Termini zu fahren. Einige Schüler mussten allerdings mit der Metro und ihrem Gepäck zum Hotel fahren, da der neue Bus für unsere Gruppe zu klein war.

Im Hotel eingecheckt, ging es direkt weiter auf eine erste Erkundungstour in die Hauptstadt Italiens. Wir besichtigten einige kulturelle Highlights, wie das Victor Emanuel Denkmal oder Santa Maria in Aracreli. Hr. Engelhart stellte sich als absoluter Rom-Kenner, mit einem enormem Wissen über sämtliche Bauwerke und Kirchen heraus, der uns zuverlässig mit tollen Beiträgen durch die Stadt führte, auch wenn so mancher auf dem Weg verloren ging. Am Abend fielen alle müde von der langen Nacht und dem laufintensiven Tag ins Bett.

Am nächsten Morgen besichtigten wir die Statue „Der gehörnte Moses“ von Michelangelo in San Pietro in Vincoli. Am meisten in Erinnerung wird aber sicher das antike „Forum Romanum“ mit dem Grab Caesars und seinen monumentalen Säulen und Ruinen bleiben, besonders deshalb, weil es zur Hauptlocation unseres Dauerfotoshootings wurde. Aber auch der Besuch des berühmten Kolosseums stand an diesem Tag an, das wir auch von Innen in seiner vollen Pracht bewunderten. Anschließend gab es die fakultative Möglichkeit die Katakomben und die Lateranskirche zu besichtigen. Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung. Während eines gemütlichen Stadtbummels gönnten sich viele ein Eis.
Der dritte Tag unserer Reise begann wie jeder Tag für die Lehrer mit müden Schülergesichtern. Aber trotz der Müdigkeit bestaunten wir Santa Maria Maggiore, in der Teile der Jesukrippe und das Berninigrab auf uns warteten. Wir folgten Herrn Engelhart zur Santa Prassede und zu Je Gesù, der Mutterkirche des Ursulinenordens. Auch die Vorträge litten an diesem Tag unter der allgemein vorherrschenden Schläfrigkeit, so wurde aus dem Elefant mit Basilisk vor Santa Maria sopra Minerva mal eben ein „Obelsik“, und im Pantheon verloren wir die Referenten dann in den Menschenmassen. Wie die meisten Tage ließen wir auch diesen Tag mit ein bis drei Gelato ausklingen, denn wir hatten ja unseren neuen Lieblingssatz „Io voglio Gelato!“ gelernt.

Am vierten Tag dann stand ein besonderes Highlight für unsere Gruppe an: Eine Papstaudienz im Vatikan. Nach dem gemeinsamen Frühstück im Hotel brachen wir selbstständig zum Petersplatz auf. Dort angekommen, sammelten wir uns alle und versuchten einen möglichst guten Platz zu „ergattern“, denn alle wollten schließlich den besten Blick auf den Papst haben! Als der Papst dann in seinem bekannten „Papamobil“ erschien und tausende Menschen auf dem Petersplatz jubelten war das ein besonderer Moment und wir konnten alle die ergreifende Atmosphäre erleben. Im Anschluss an die Audienz reihten wir uns geschlossen in die Schlange ein um den Petersdom zu besichtigen. Bei den sommerlichen Temperaturen in Rom waren wir umso erleichterter nach rund einer Stunde Sicherheitsvorkehrungen, wie sonst nur an Flughäfen üblich, endlich den kühlen Petersdom mit seinen zahlreichen Kunstschätzen zu betreten. Umso überwältigter waren wir alle von der schieren Vielfalt und Schönheit dieses außergewöhnlichen Meisterwerkes menschlicher Baukunst. Egal ob die berühmte Pietà von Michelangelo oder die Papstgräber, jeder von uns fand etwas das ihn besonders faszinierte. Im Anschluss durften wir unsere Freizeit nach eigenem Ermessen verbringen. Einige von uns entschlossen sich, die Kuppel des Petersdoms zu besichtigen. Nach einem beschwerlichen Aufstieg von 551 Stufen, wurde man jedoch mit einem fantastischen Ausblick über die gesamte Stadt gebührend belohnt. Andere machten sich mit Herrn Claret auf zu den Vatikanischen Museen um die Sixtinische Kappelle in ihrer neugewonnen Farbintensität zu bestaunen.

An unserem vorletzen Tag war ein Ausflug aufs Land geplant. Wir besichtigten die Ostia Antica, die Ausgrabungsstätte einer kompletten erhaltenen antiken Stadt. Nachdem wir uns mit allerlei alten Steinen die spannender, als am Anfang gedacht beschäftigt hatten, wie einige von uns ziemlich treffend resümierten, bekamen wir auch hier wieder den Nachmittag frei, um die Stadt auf eigene Faust unsicher zu machen.

Spannender als gedacht

Der letzte Tag kam viel schneller als gewünscht. Trotz zeitlicher Begrenzung besichtigten wir nochmals einige bedeutende Kirchen. Eigentlich hätte ein Treffen mit der deutschen Botschafterin des Vatikans, Annette Schavan, stattfinden sollen, aber da die römischen Verkehrsbetriebe es ihren deutschen Kollegen scheinbar gleichtun wollten und an diesem Tag streikten, kamen wir nicht zum Vatikan. Somit mussten wir uns mit den kulturellen Highlights in der näheren Umgebung „begnügen“. Nach dem Besuch der beeindruckenden Knochenkirche – eine Krypta mit Ornamenten komplett aus menschlichen Knochen gefertigt – suchten wir uns schließlich alle eine Gelegenheit zum Mittagessen und verbrachten den Nachmittag in der Stadt. Am Abend dann fuhren wir zurück nach Mannheim. Die Busfahrt verlief ruhig und entspannt denn keiner beschwerte sich über ein paar Stunden Schlaf nach dieser ereignisreichen und kräftezehrenden Woche. Rückblickend war die Woche gemeinsam mit der Stufe eine schöne Zeit an die wir uns noch lange und gerne erinnern werden.

Paula Longin, Lisa Jost und Tobias Günther, KS. II
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