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Die 12a besucht die alte Dame im Nationaltheater

„Man kann alles kaufen.“ sagt Claire Zachanassian im Dürrenmattschen zeitlosen Klassiker

KS 1a - 1a!Dieser Satz aus dem Drama „Der Besuch der alten Dame“, einem unserer Schwerpunktthemen des Deutsch-Abiturs, ist den Schülern der Kursstufe 12a wahrhaftig in Erinnerung geblieben. Am 14. Januar 2013 besuchten wir nämlich dann auch mit Frau Fuchs die gleichnamige Aufführung im Nationaltheater. Der Autor, Friedrich Dürrenmatt (geb. 1921), bezeichnete sein Drama als eine „Tragische Komödie“, eine Gratwanderung, die umzusetzen den Regisseuren auch wunderbar gelungen ist. Selten haben Schüler während eines Theaterstückes so gelacht, wie in dieser Vorstellung. Ca. 30 Schauspieler schafften es, die Handlung des Dramas verständlich, gleichwohl amüsant auf die Bühne zu bringen und es dennoch schafften, seine tiefere Botschaft zu vermitteln.
Dabei spielte die Schauspielerin, welche die Figur der Milliardärin Claire Zachanassian verkörperte, ihre Rolle vortrefflich. Sie schien genauso zäh, rau, „alt und versoffen“, wie sie sich selbst auf der Bühne beschrieb, wie die alte Dame im Drama selbst.

Was würdest Du für eine Milliarde tun?

Nun strebt sie nach einem hehren Ziel, dem der Gerechtigkeit, allerdings anhand ungewohnter Methoden und mit enormen finanziellen Mitteln. Für den Tod ihres Jugendfreundes, welcher sie einst verraten hatte als er sie mit einem Kind sitzenließ und sie dann als Dirne aus der scheinbar ehrbarene Gesellschaft vertrieben wurde, bietet sie dem wirtschaftlich am Boden liegenden Örtchen, Güllen, in dem die Handlung spielt, eine ganze Milliarde, die Währung spielt hier nicht mal eine Rolle, Dollar, Deutschmark oder Schweizer Franken sind geleichermaßen unvorstellbar zu denken.

Zwar schon intensiv im Unterricht besprochen, gewannen die Schüler der Kursstufe eine neue Sicht auf das Drama, unter anderem auch durch die Ausdruckskraft der Schauspieler, welche die Gefühle der Charaktere bildhaft und lebensecht darstellten.
Die Macht des Geldes siegt schließlich am Ende des Stückes und gibt uns somit erneut den Anstoß, über Korruption, Rache und Selbstjustiz nachzudenken.

Am Ende war man sich fast einig, dass man letztlich doch nicht alles kaufen kann, aber dass der Mensch auch nicht unverführbar ist!

Caroline Büttner, Kl. 12a