Das Glück der Erde ...
Neues Projekt am UG: „Mit 6 Füßen und der Bibel dem Leben auf der Spur“
Mit Beginn des Schuljahres 2011/2012 wurde an unserem Gymnasium im Rahmen der Religions-AG ein neues Projekt in Zusammenarbeit mit dem Reiterverein Mannheim gestartet. „Mit 6 Füßen und der Bibel – dem Leben auf der Spur“, so lautete der rote Faden dieses Projektes. Was hat man sich darunter vorzustellen? – In Kurzform folgendes: die Teilnehmerinnen setzen sich mit biblischen Texten zu bestimmten Themen auseinander, d.h. sie lesen den Text und lassen sich anfragen, was dieser mit dem eigenen Leben zu tun hat. Dann wird dieser Text am – mit und auf dem Pferd in die Praxis umgesetzt, um danach in die Reflexion zu gehen mit der Frage: Was hat das mit mir selbst, meinen Mitmenschen und Gott zu tun? Der spirituelle Hintergrund ist ein Dreieck: GOTT – ICH –DU (wobei das DU in diesem Fall das Pferd ist, an dessen Stelle dann der Mensch tritt). Der Mensch ist ein Geschöpf und das Pferd ist ein Geschöpf - Wo Geschöpfe sind, muss es auch einen Schöpfer geben. Wer aber ist dieser – Schöpfer und wie kann ich ihn finden. Das Pferd ist unser Mitgeschöpf und soll uns bei der Suche nach dem Schöpfer behilflich sein.Folgende Themen waren angedacht:
1. Einander begegnen ohne Vorurteile
2. Freundschaft hat mit Vertrauen zu tun
3. Verantwortung übernehmen heißt einander dienen
4. Freiheit heißt: Frei von- frei für
5. Die Kunst des Abschiednehmens
6. Wo das Glück zuhause ist ...
Einmal im Monat fand je eine Kurseinheit an einem Samstagvormittag von 10 Uhr bis 13 Uhr im Reiterverein Mannheim statt.
Sr. Regina Hunder, Religionslehrerin, und Frau Katharina Kircher, Reitlehrerin, haben dieses Projekt gemeinsam erarbeitet. Das Projekt wurde für ein Schuljahr festgelegt, jeweils ein halbes Jahr 1 Kurs. Maximale Teilnehmerzahl 10 Schüler,-innen.
Angeboten wurde dieses Projekt ab der Klasse 6 -9.
Um an diesem Projekt teilnehmen zu können, kommt auf jeden Teilnehmerin pro Samstag ein Unkostenbeitrag von mindestens 12,-€ zu, was bei 6 Samstagen pro Schüler,-in auf 72,-€ kommt, bei 10 Teilnehmerinnen wären das 720,-€ .
Der Förderverein unserer Schule war bereit, die Schülerinnen mit einem Beitrag zu unterstützen.
Große Unterstützung fanden wir durch die Reiterliche Vereinigung Deutschlands.
Anhand eines Beispiels will ich verdeutlichen, wie wir in unserem Projekt vorgegangen sind:
In jeder Kurseinheit haben die Teilnehmerinnen abgezogene Bibeltexte und schriftliche Impulse, die sich auf den Text bezogen haben, erhalten. Außerdem noch ein weiteres Blatt mit Fragen zur Reflexion. Diese wurden in einem Schnellhefter in Klarsichthüllen eingeordnet.
Zuerst wurde der Text gelesen, die jeweilige Szene wurde verlebendigt, d.h.: so vor Augen geführt, dass jeder sich die Situation gut vorstellen konnte. Dann wurde der Text anhand der Impulse besprochen. Schon da ergab sich mancher Bezug zum Alltag.
Danach wurde der Text zusammen an, mit und auf den Ponys umgesetzt, was ich an einem Beispiel verdeutlichen möchte.
Die Kunst des Abschiednehmens:
Die Bibelstelle Lukas 22, 14-20 und Markus 14, 3-9
Zuerst wurde Lk 22, 14-20 gelesen und herausgefunden, worin denn das Abschiedsritual bestand und
warum Jesus dieses letzte Mahl mit seinen Freunden so wichtig war. Das Mahl – eine Stärkung für das, was auf sie zukommen wird. Der zweite Text im Markus-Evangelium zeigt ebenfalls ein Abschiedsritual auf: Die Frau erweist Jesus ihre Wertschätzung, indem sie an Jesus das kostbare Öl verschwendet.
Sehr schnell war das Gespräch auf Abschiedsrituale im alltäglichen Leben gelenkt. Es wurde die Unterscheidung von Verabschiedung und Abschied herausgearbeitet.
Dann der Übertrag am Pferd. Welche Abschiedsrituale folgen nach der gemeinsamen Arbeit zwischen Reiter und Pferd?-
Das Loben- Klopfen des Halses, Dankbarkeit dem Geschöpf gegenüber, das sich auf das eingelassen hat, was der Mensch von ihm gefordert hat- Belohnung .Hierin drückt sich die Wertschätzung des Reiters dem Pferd gegenüber aus. Aber ebenso gehört es auch dazu, dass der verantwortungsvolle Reiter, dass Pferd gut versorgt- Hufe auskratzen – abtrensen und absatteln, schauen, ob die Tränke funktioniert – das Pferd gut versorgen- in die Box zurückbringen. Zu manchen Ritualen gehört auch, einfach noch ein wenig bei seinem Kameraden Pferd zu bleiben.
Auch der endgültige Abschied eines Pferdes gehörte dazu, von Seiten der Verantwortlichen die Entscheidung treffen zu müssen, ein Pferd verkaufen zu müssen oder ein krankes Pferd einschläfern zu lassen. Bei all diesen Vorgängen wird immer wieder an bestimmten Stellen auf die biblischen Texte hingewiesen, um den Zusammenhang aufzuzeigen.
Sehr schnell war das Gespräch auf Abschiedsrituale im alltäglichen Leben gelenkt. Es wurde die Unterscheidung von Verabschiedung und Abschied von Seiten der Schüler,-innen sehr klar herausgestellt. Da gab es die täglichen Verabschiedungsrituale, angefangen, wenn die Kinder am Morgen das Haus verlassen.
Auch im Umgang mit den Abschieden gab es unterschiedliche Auffassungen. Wir kamen ins Gespräch wie das ist, wenn man von einem lieben Menschen Abschied nehmen muss, sei es weil er in ein anderes Land geht oder im Sterben liegt.
Der Höhepunkt am Ende des Projekts war der Pferdesegnungsgottesdienst am Sonntag, den 15.07.2012 im Reiter-Verein Mannheim e.V..
Schülerinnen und Schüler des 1. und2.Halbjahres haben daran teilgenommen, außerdem
alle Reiter und Reiterinnen des Mannheimer- Reiter Vereins e.V. mit Privat,-und Schulpferden. Stadtdekan, Karl Jung, feierte zusammen mit vielen, die gekommen waren, den Gottesdienst.
Der Lesungstext war aus Genesis entnommen, der besagt, dass am 6. Tag Tier und Mensch zugleich geschaffen wurden- also als Partner. Er appellierte an unsere Verantwortung dem Tier gegenüber, das uns von Gott anvertraut worden ist und somit ein Mitgeschöpf ist, das Respekt verdient.
Am Ende des Gottesdienstes erhielten alle den Segen, beim Verlassen der Reithalle wurden alle Pferde und Ihre Führer einzeln gesegnet. Nach dem Gottesdienst besuchte Dekan Jung die Pferde in den Ställen und auch sie wurden gesegnet.
Alle Schülerinnen und Schüler, die an diesem Projekt teilgenommen haben, erhielten am Ende des Gottesdienstes eine Urkunde. Der Dank gilt allen, die es ermöglicht haben, dass solch ein Projekt zustande kommen konnte: Herrn Peter Hofmann (1. Vorsitzender des Reitervereins) Frau Gitta Grimm (Direktorin des Ursulinen-Gymnasiums) Sr. Petra Glowik (Oberin des Ursulinen-Convents Mannheim) Katharina Kircher (Reitlehrerin des Mannheimer Reiter-Vereins e.V.)
Der nächste Kurs beginnt im kommenden Schuljahr im September. 12 Teilnehmerinnen haben sich schon angemeldet und es sind noch Plätze frei. Wir sind gespannt!
Sr. Regina Hunder, OSU
Die Bibelstelle Lukas 22, 14-20 und Markus 14, 3-9
Zuerst wurde Lk 22, 14-20 gelesen und herausgefunden, worin denn das Abschiedsritual bestand und
warum Jesus dieses letzte Mahl mit seinen Freunden so wichtig war. Das Mahl – eine Stärkung für das, was auf sie zukommen wird. Der zweite Text im Markus-Evangelium zeigt ebenfalls ein Abschiedsritual auf: Die Frau erweist Jesus ihre Wertschätzung, indem sie an Jesus das kostbare Öl verschwendet.
Sehr schnell war das Gespräch auf Abschiedsrituale im alltäglichen Leben gelenkt. Es wurde die Unterscheidung von Verabschiedung und Abschied herausgearbeitet.
Dann der Übertrag am Pferd. Welche Abschiedsrituale folgen nach der gemeinsamen Arbeit zwischen Reiter und Pferd?-
Das Loben- Klopfen des Halses, Dankbarkeit dem Geschöpf gegenüber, das sich auf das eingelassen hat, was der Mensch von ihm gefordert hat- Belohnung .Hierin drückt sich die Wertschätzung des Reiters dem Pferd gegenüber aus. Aber ebenso gehört es auch dazu, dass der verantwortungsvolle Reiter, dass Pferd gut versorgt- Hufe auskratzen – abtrensen und absatteln, schauen, ob die Tränke funktioniert – das Pferd gut versorgen- in die Box zurückbringen. Zu manchen Ritualen gehört auch, einfach noch ein wenig bei seinem Kameraden Pferd zu bleiben.
Auch der endgültige Abschied eines Pferdes gehörte dazu, von Seiten der Verantwortlichen die Entscheidung treffen zu müssen, ein Pferd verkaufen zu müssen oder ein krankes Pferd einschläfern zu lassen. Bei all diesen Vorgängen wird immer wieder an bestimmten Stellen auf die biblischen Texte hingewiesen, um den Zusammenhang aufzuzeigen.
Sehr schnell war das Gespräch auf Abschiedsrituale im alltäglichen Leben gelenkt. Es wurde die Unterscheidung von Verabschiedung und Abschied von Seiten der Schüler,-innen sehr klar herausgestellt. Da gab es die täglichen Verabschiedungsrituale, angefangen, wenn die Kinder am Morgen das Haus verlassen.
Auch im Umgang mit den Abschieden gab es unterschiedliche Auffassungen. Wir kamen ins Gespräch wie das ist, wenn man von einem lieben Menschen Abschied nehmen muss, sei es weil er in ein anderes Land geht oder im Sterben liegt.
Der Höhepunkt am Ende des Projekts war der Pferdesegnungsgottesdienst am Sonntag, den 15.07.2012 im Reiter-Verein Mannheim e.V..
Schülerinnen und Schüler des 1. und2.Halbjahres haben daran teilgenommen, außerdem
alle Reiter und Reiterinnen des Mannheimer- Reiter Vereins e.V. mit Privat,-und Schulpferden. Stadtdekan, Karl Jung, feierte zusammen mit vielen, die gekommen waren, den Gottesdienst.
Der Lesungstext war aus Genesis entnommen, der besagt, dass am 6. Tag Tier und Mensch zugleich geschaffen wurden- also als Partner. Er appellierte an unsere Verantwortung dem Tier gegenüber, das uns von Gott anvertraut worden ist und somit ein Mitgeschöpf ist, das Respekt verdient.
Am Ende des Gottesdienstes erhielten alle den Segen, beim Verlassen der Reithalle wurden alle Pferde und Ihre Führer einzeln gesegnet. Nach dem Gottesdienst besuchte Dekan Jung die Pferde in den Ställen und auch sie wurden gesegnet.
Alle Schülerinnen und Schüler, die an diesem Projekt teilgenommen haben, erhielten am Ende des Gottesdienstes eine Urkunde. Der Dank gilt allen, die es ermöglicht haben, dass solch ein Projekt zustande kommen konnte: Herrn Peter Hofmann (1. Vorsitzender des Reitervereins) Frau Gitta Grimm (Direktorin des Ursulinen-Gymnasiums) Sr. Petra Glowik (Oberin des Ursulinen-Convents Mannheim) Katharina Kircher (Reitlehrerin des Mannheimer Reiter-Vereins e.V.)
Der nächste Kurs beginnt im kommenden Schuljahr im September. 12 Teilnehmerinnen haben sich schon angemeldet und es sind noch Plätze frei. Wir sind gespannt!
Sr. Regina Hunder, OSU


