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„Podiumsdiskussion“: Dein Gott, Mein Gott, ein Gott?” Schüler fragen Experten

-Das Ursulinen-Gymnasium hat sich als katholische Schule beim Katholikentag mit verschiedenen Aktionen eingebracht. Ein Programmpunkt war die Diskussion unter dem Titel “ Dein Gott, mein Gott, ein Gott?” Dabei waren Expertinnen von den drei großen monotheistischen Religionen eingeladen: Islam, Judentum und Christentum.
Die Fragen, die sich mit den Gottesbildern in den Religionen, sowie mit der Theodizeefrage beschäftigten, wurden von Schülern der 10. und 12. Klasse erarbeitet. Um das Thema einzuführen, gab es jeweils eine kurze Präsentation der Schüler.

Die Veranstaltung war schon zehn Minuten vor dem Beginn so voll, dass niemand mehr hereingelassen wurde. Pünktlich um elf wurden wir musikalisch von der Schulband unserer Schule “ School´s Out” begrüßt. Unsere Schuleiterin Frau Grimm leitete die Diskussion mit einem Zitat von Hans Küng einem Professor für Theologie ein: "Kein Weltfrieden ohne Religionsfrieden". Nun stellte die 10. Klasse ihren selbstgedrehten Film vor, in dem Menschen aus Mannheim Fragen über ihr persönliches Gottesbild beantworten. Dieser Film gab einen interessanten Einblick in die Gottesbilder der Befragten. Gleich darauf bekamen auch die drei Referentinnen die Möglichkeit, ihre eigenen Vorstellungen von Gott zu erklären. Zum Schmunzeln brachte viele dabei die islamische Referentin: Sie erzählte, dass ihre Tochter in der dritten Klasse mal ein Bild von Gott malen sollte. Sie wusste, dass es laut dem Alten Testament nicht erlaubt ist, sich ein Bild von Gott zu machen. Deswegen hat sie ihr schönstes und reinstes weißes Blatt Papier abgegeben weil Gott so schön und rein für sie war.

Ein wenig schwieriger wurde es für die Referentinnen bei der Theodizeefrage, also der Rechtfertigung der Existenz Gottes im Angesicht des Leides auf der Welt. Drei Schülerinnen, Katharina Becker, Theresa Strangfeld und Julia Urban stellten gezielt Fragen zu den Erklärungsversuchen in allen drei Religionen. Die Referentinnen konnten ihre Standpunkte gut erklären. Eine Antwort auf diese Frage, die sich Menschen schon seit der Antike stellen, ist natürlich nicht so einfach.
Nachdem die Schüler alle ihre Fragen gestellt hatten, bekam das Publikum noch die Möglichkeit eigene Fragen zu stellen. Abschließend fragte Anne Müller, Lehrerin an unserer Schule, was sich die drei Frauen in Bezug auf den Dialog zwischen den monotheistischen Religionen in den nächsten zehn Jahren wünschen würden. Antworten waren unter anderem: Respekt, Geduld, Toleranz und dass die Unterschiede als Chance gesehen werden, nicht als Problem.

Damit die Diskussion etwas aufgelockert wurde, gab es immer wieder musikalische Pausen mit der Band “ School´s Out”. Ein Dank geht an alle Schüler und Lehrer, die mitgewirkt haben und ganz besonders an Anne Müller, ohne die das Projekt so nicht zustande gekommen wäre.

Merle Wolff Kl. 13c