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Einen neuen Aufbruch wagen

-Szenisches Spiel zum Zweiten Vatikanum

Zum Thema „Trialog der Religionen“ führten Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse am Freitag, den 18. Mai in der Johannes-Kepler Schule einige Sketche über Vorurteile gegenüber Juden auf. Die Sketche entstanden in Zusammenarbeit mit der jüdischen Schauspielerin Petra Kunik, die durch ihre Arbeit in der jüdischen Gemeinde den Vorurteilen gegenüber Juden aufräumen möchte.

In den Sketchen wurden alltägliche Szenen dargestellt, wie sie auf jedem Schulhof stattfinden könnten. Es ging zum Beispiel um eine neue jüdische Schülerin. Ihre Mitschüler unterhalten sich darüber, ob sie denn wirklich eine so große Nase und „dicke, schwarze Haare“ hat. Als eine weitere Mitschülerin die Jüdin trifft, erklärt diese ihr, was koscheres Essen ist und lädt sie auch in die Synagoge ein. An dem freundlichen und zuvorkommenden Verhalten der neuen Mitschülerin merken die anderen, wie schlecht es ist, Fremden mit Vorurteilen gegenüberzustehen, nur weil sie einer anderen Religion angehören.

Die Sketche regten alle sehr zum Denken an, die veralteten Meinungen noch einmal zu überarbeiten. Sie riefen aber auch in Erinnerung, dass die Vorurteile gegenüber Juden noch immer nicht völlig aus den Köpfen der Menschen verschwunden sind und dass man weiter dagegen ankämpfen soll.

Ein großer Dank gilt Frau Kunik, die uns Schülern neue Sichtweisen auf das jüdische Leben näherbrachte und Prof. Claret, durch den wir diese Möglichkeit überhaupt erst wahrnehmen konnten.

Cosi Ehrler, Kl. 10c