Gedenkveranstaltung der Stadt Mannheim an die Opfer des Nationalsozialismus: Mannheimer Schicksale im Konzentrationslager Dachau
Namen statt NummernAm Freitag, den 27. Januar 2012 wurde im Ratssaal des Stadthauses den Mannheimer Opfern des Nationalsozialismus gedacht.
Unsere Schülerinnen und Schüler leisteten einen Beitrag zum Programm.
„Namen statt Nummern“ - unter diesem Thema stand die große Gedenkveranstaltung über Schicksale der KZ-Häftlinge Mannheims rund um das Konzentrationslager Dachau.
Wir, die Teilnehmer der Abrahampokal-AG, hatten sehr lange auf diesen Tag hingearbeitet. Es war der 27. Januar, an dem sich zeigen sollte, ob unsere Recherche rund um die drei Opfer des NS-Regimes: Kaplan Franz Weinmann, „Aktionsjude“ Adolf David und Bibelforscher Karl Eugen Brod gelungen war.
Auch wenn die Arbeitsgemeinschaft unter der Leitung von Frau Beetz, Herr Botsch, Herr Sigmund, eher im Hintergrund agierte, haben wir jedoch schon seit Beginn des Schuljahres mit den Vorbereitungen begonnen. Von Zeitzeugengesprächen über den Besuch des Stadtarchivs, haben wir alle Möglichkeiten wahrgenommen, um unser Projekt vielfältigst zu gestalten.
Im Stadthaus angekommen Mit einer Menge von uns hergestellten Plakaten im Gepäck kamen wir in Stadthaus, wo die Präsentation im Ratssaal stattfinden sollte. Bei der Generalprobe gab uns der Stadtarchivar Herr Hirsch die letzten Anweisungen.
Die Veranstaltung fand wie jedes Jahr in Mannheim, aber auch natürlich rund um den Globus statt, da dieser Tag offiziell als Gedenktag von der UNO festgelegt wurde. Traditionell wird in Mannheim die Veranstaltung von Schülern, in diesem Fall auch von uns, mitgestaltet.
Unser Programmpunkt, nachdem sämtliche Begrüßungen und der interessante Vortrag von Beate Schäfer über ihre Familiengeschichte abgeschlossen waren, war der nächste.
Jede Gruppe hatte ein Schild mit der Häftlingsnummer, welches am Ende umgedreht wurde um die Namen der Menschen zu zeigen. Zum Schluss kam der Appell von Bürgermeisterin Freundlieb an die Gäste, sich von uns die individuellen Geschichten der Menschen näher erzählen zu lassen. Hier lag auch unser Hauptanliegen: Man sollte nämlich einen Einblick in das Leben und Wirken der Menschen hinter den Nummern bekommen und sie nicht wie die Nationalsozialisten mit einer Nummer zu versehen und in die Schublade der Bedeutungslosigkeit zu stecken.
Die Plakate und „unsere Personen“ weckten so starkes Interesse bei den Gästen und eine Menge Auskünfte geben.
Maximilian Müller, Kl. 9b

