Startseite zum Kontaktformular Telefon Anfahrt zum Menü

„Typisch Zigeuner?“

Typisch?Wir, die Klasse 9a, waren am 15. April 2011 drei Stunden zu Besuch im RomnoKher, dem Kulturhaus der Sinti und Roma. Zuerst besuchten wir die Dauerausstellung „Typisch Zigeuner?“ in den alten Kellergewölben des Kulturhauses. Frau Guttenberger, unsere Führerin und selbst Angehörige der Sinti, führte uns durch die einzelnen Bereiche der Ausstellung.

Der Ursprung der Kultur liegt in Indien, von wo die Sinti und Roma vertrieben wurden. So begann ihre Reise. Da sie nun mehr kein wirkliches Vaterland besaßen, wurden sie in den Ländern, in welche sie gelangten, aufgrund ihrer Art und Kultur bis heute diskriminiert und verstoßen, in der Nazi- Zeit verfolgt und in Konzentrationslager verschleppt. Etwa eine halbe Million Menschen der Volksgruppen wurde ermordet.

Nachdem die Führung nach gut einer Stunde zu Ende war, wurden wir in drei Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe hatte die Aufgabe sich noch einmal genauer mit dem Thema Vorurteile zu beschäftigen. Danach sollten die einzelnen Gruppen ihr Resultat in Form eines Vortrags oder einer gespielten Szene präsentieren.
Das Fazit der ersten Gruppe lautete: „Wenn die Menschen über ´Zigeuner´ sprechen, wissen sie oft nicht genau, was das ist, oder wer sich dahinter verbirgt. Sie glauben lediglich an die alten Geschichten und kommen nicht darauf, dass die Sinti und Roma vielleicht Menschen wie du und ich sind, nur eben mit anderer Herkunft.“

Und auch die zweite Gruppe sagte in etwa dasselbe:
„Selbst gebildete Menschen haben in Wirklichkeit oft keine Ahnung. Viele denken über das, was sie sagen, nicht einmal mehr nach. Ihre Meinung ist für sie selbstverständlich.“

Auch das Fazit der dritten Gruppe stimmt mit den anderen überein. Aber dennoch sagen sie, dass es nicht einfach ist die Menschen davon zu überzeugen, dass die Sinti und Roma gewöhnliche Menschen sind, da die Vorurteile, welche nicht der Wahrheit entsprechen, sehr fest verankert sind.

Alles in Allem war es ein sehr gelungener Tag. Wir hatten eine Menge Spaß und noch dazu war es ein sehr guter Auftakt für unsere Reise nach Dachau, die wir nach den Osterferien antreten werden.

Clara Dieing, Juliana Riegel und Janina Broszeit, 9a