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Exkursion Theater 8a 2011

-„SOS for Human Rights“

Am Freitag, den 18. März machten wir, die 8a, einen Ausflug in das Schnawwl in Mannheim, um uns ein Gastspiel des Grips-Theaters Berlin „SOS for Human Rights“ anzuschauen.
Das Stück befasst sich mit den Gefahren, denen Flüchtlinge aus Afrika auf ihrer Reise nach Europa ausgesetzt sind. Das Stück wird von nur drei Schauspielern gespielt: Veronica Naujoks (Jamila), Dalila Abdallah (Naisha) und Adil El Bouamraoui (Kerim). Dies sind die drei Hauptrollen, doch die Darsteller schlüpfen in viele weitere Nebenrollen, wie z.B. einen Busfahrer.

Die Geschichte beginnt damit, dass die Flüchtlinge Jamila und Naisha sich gerade eben noch so auf eine Rettungsinsel im Mittelmeer retten können, wo sie den Flüchtling Kerim treffen. Dieser will erfahren, wie die beiden auf diese Insel gekommen sind. Und so erzählen die Mädchen ihre Geschichte:
Jamila und ihre Familie werden eines Tages von Polizisten gefangen genommen und voneinander getrennt, da die Familie illegal nach Deutschland eingewandert ist. So landet Jamila bei der Familie ihrer Cousine Naisha im Geburtsland von Jamilas Eltern Ghana. Dort lernt sie von ihrer Cousine alles, was man in Ghana wissen muss. Aber schließlich bekommt sie Heimweh nach Deutschland und zusammen mit Naisha macht sie sich auf den Weg die gefährliche Reise anzutreten. Mit nur wenig Geld starten sie mit dem Bus, der sie in das Nachbarland Burkina Faso bringt. Es gilt immer neue finanzielle Probleme zu lösen, z.B. das Geld für den nächsten Transporter zu besorgen, doch nach einigen Tagen nimmt ein Bus die beiden Flüchtlinge mit durch die Wüste.
Schließlich erreichen die beiden Mädchen mit viel Glück die Küste des Mittelmeers, von wo aus sie ein Schlauchboot nach Italien bringen soll, welches aber noch überfüllter ist als der Bus. Auf dem Meer treffen sie auf ein Boot von „Frontex“, einer Organisation, die Flüchtlinge stoppen will. Die Leute von „Frontex“ bringen das Flüchtlingsboot zum Kentern und die Mädchen retten sich auf die Rettungsinsel.

Damit war das Stück zu Ende, die Schauspieler kamen nun jedoch in den Zuschauerraum und sagten, dass die Rettungsinsel erfunden gewesen sei, die drei Hauptpersonen sich nicht retten konnten und somit ertrunken sind.

Die Organisation "SOS for Human Rights" unterstützt verschiedene Projekte und errichtet unter anderem Lager für Flüchtlinge in Deutschland.
Mit diesem Stück will das Grips-Theater auf die Probleme der Flüchtlinge und die grausamen Taten, wie z.B. die Verletzung der Menschenrechte durch dubiose Organisationen wie „Frontex“, die von der EU unterstützt werden, aufmerksam machen.

Im Anschluss an das Stück konnten wir noch Fragen an die Schauspieler oder den Regisseur stellen. Dies war sehr interessant und informativ.
Wir fanden den Ausflug ins Schnawwl sehr gut, da die Vorstellung überzeugend war und zum Nachdenken angeregt hat. Die Problematik der Flüchtlinge hat uns berührt, sodass die Klasse 8a noch lange auf Weg zurück zur Schule diskutierte, ob man Flüchtlinge einwandern lassen darf oder nicht. Somit war das Stück ein voller Erfolg.

Josua Weigand und Max Netzer, 8a