Text von Lena Kasten und Fotos von Kathi Soppa
„Ich habe aber doch solche Zahnschmerzen!“
Das Licht wird gesenkt, ein Junge mit Taschenlampe betritt die Bühne und findet ein verlassenes Zimmer vor. Eine Wohnzimmeransicht – ein Sofa, ein Couchtisch und - Särge.
Nachdem der Junge die Bühne wieder verlassen hat, beginnen die Särge sich zu rumpeln und schließlich erwachen die Vampire Katharina, Emilia, Isidor und Worador, und zwar sehr hungrig, genau am 25. Juni 2010, aus ihrem 200-jährigen Schlaf.
Ort des Geschehens? Hort des Ursulinen-Gymnasiums oder genauer gesagt das verlassene Schloss Königstein. Bis die vier Vampire ihren Durst jedoch stillen können, werden sich ihnen noch einige Hindernisse in den Weg stellen, wie zum Beispiel die neuen Besitzer des Schlosses, die aus finanziellen Gründen ein vegetarisches Schlosshotel eröffnen wollen oder wie die, für die Vampire allesamt ungenießbaren - weil vegetarischen - Hotelgäste.
Glücklicherweise bekommt der Sohn der Familie Rose einen Job beim Roten Kreuz und somit auch Zugang zu einem Labor und den dort aufbewahrten Blutkonserven.
Nachdem John und die anderen Schlossbewohner die Vampire entdeckt haben, schließen sie einen Handel ab. Das vegetarische Schlosshotel wird zu einem gruseligen Schlosshotel, in dem die Vampire mitarbeiten und dafür werden sie dann mit Blut aus dem Labor versorgt.
Nun muss sich selbst die Vampirdame Katharina, die aufgrund der seit 200 Jahren anhaltenden Zahnschmerzen nicht zubeißen konnte, keine Sorgen mehr machen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute, sollten sich aber alsbald auf die Suche nach einen Zahnarzt für Vampire machen.
Mit dem Stück „Vampire auf Schloss Königstein“ haben die Bühnenflöhe, die meisten von ihnen aus den Klassenstufen sechs und sieben, eine respektable schauspielerische Leistung erbracht und verschiedene Genres, nämlich die der Kömödie und die des Vampirromans ideal miteinander verknüpft. Das Publikum zeigte sich begeistert.
Deshalb sind wir schon heute sehr auf die nächste Vorstellung dieser sich immer weiter etablierenden Theatertruppe gespannt.
Lena Kasten, 11


