Ursulinen-Gymnasium Mannheim
Ursulinen-Gymnasium Mannheim

Dennis Hoffmann, jüngster ÄltesterDennis Hoffmann aus der 12 des UGs ist jüngstes Gemeinderatsmitglied Mannheims:

„Mit 18 und 88 Jahren zum ersten Mal gewählt“


Dennis Hoffmann, Schüler des Ursulinen-Gymnasiums, aus der Pfarrgemeine Zwölf Apostel und Dr. Hildegard Schneider aus der Pfarrgemeinde St. Bruder Klaus sind als jüngstes und ältestes Mitglied am 13./14. März 2010 in den Pfarrgemeinderat gewählt worden – und beide zum ersten Mal. Den Abiturienten und die Ruheständlerin trennen genau 70 Jahre. Dennis Hoffmann wurde 1991, Dr. Hildgard Schneider 1921 geboren. Kirsten Anders hat sie getroffen und sprach mit ihnen über ihr Engagement, ihre Erwartungen und die Bedeutung von Glaube und Kirche.


Das jüngste Pfarrgemeinderatsmitglied Mannheims im Interview:

Dennis, Wie kamen Sie auf die Idee, sich für den Pfarrgemeinderat zu bewerben?

Als mich die Gemeindereferentin angesprochen hat, ob ich nicht kandidieren will, habe ich erst mal gedacht, lieber nicht. Aber zwei Tage vor Wahlschluss habe ich mich doch noch dafür entschieden. Vielleicht kann ich ja gerade als junger Mensch etwas in der Gemeinde bewegen.

Und was haben andere dazu gesagt?

Teilweise waren sie sehr erstaunt, aber die meisten fanden es dann doch klasse, dass ich mich beworben habe.

Haben Sie damit gerechnet, gewählt zu werden?

Wahlwerbung habe ich keine gemacht, außer vielleicht bei meinen Eltern (lacht). Weil ich erst mal eher pessimistisch bin, habe ich mich dann aber umso mehr gefreut, dass es geklappt hat.

Wo würden Sie in den nächsten fünf Jahren am liebsten etwas bewegen?

Es sind ja oft wenig junge Leute im Gottesdienst, obwohl es vierzig bis fünfzig Ministranten gibt. Daran würde
ich gerne etwas ändern. Ich selbst übernehme seit einiger Zeit Lektorendienste und habe daran sehr viel Spaß.
Im Pfarrgemeinderat will ich mich in den Gruppen Jugendarbeit und Liturgie engagieren. Vielleicht ließe sich das miteinander verbinden.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie in den Pfarrgemeinderat?

Konkrete Erwartungen habe ich noch nicht. Ich schaue erst mal, was da auf mich zukommt. Die anderen haben ja viel mehr Erfahrung und können sagen, wie es früher war. Dafür bringe ich eine neue Sicht auf manche Dinge mit. Aber das wird sich alles ergeben.

Was bedeuten Ihnen Glaube und Kirche?

Der Glaube an Gott ist mir sehr wichtig. Ich habe eine tolle Familie, Freunde und kann meine Freizeit gestalten. Das ist kein Zufall, sondern ein Geschenk Gottes. Und die Kirche bedeutet für mich Tradition. Meine Eltern haben mich immer mit in den Gottesdienst genommen, auch in einer Zeit, als ich das eigentlich nicht wollte.
Dafür bin ich ihnen heute sehr dankbar.

Veröffentlicht im Konradsblatt, 4. April 2010

Und wir sind stolz, dass ein Schüler des UGs Verantwortung in dieser Form übernimmt.



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