„Tag der offenen Töne“: Das klingt gut!
Samstagmorgen am Ursulinen-Gymnasium: Es ist ganz still in der großen Halle. Der kleine Marek steht vor einem riesigen Publikum aus Schülern, Lehrern und deren Familien und hält sein Horn bereit. Er holt noch einmal tief Luft, dann bläst er hinein und heitere Musik füllt den Raum.
Am „Tag der offenen Töne“, am 8. Mai 2010 hallte es durch das gesamte Schulgebäude: Die vielfältigen musikalischen Talente der Schule präsentierten sich von 10.00 bis 15.30 Uhr in allen möglichen Formen. Den Ton gab wie immer Frau Diehl, die Chor- und Orchesterleiterin, an und Frau Oettinger begleitete sie nahezu den ganzen Tag hindurch auf dem Klavier. Die Veranstaltung war außerdem eine gute Gelegenheit, Geld für das Kinderhilfsprojekt "Herzen für eine neue Welt" in Peru, zu sammeln.
Den Einstieg machte die 11a mit einem Taizégebet in der Kapelle, worauf die Auftritte der Orchester folgten. Ein Teil des Schulorchesters, bestehend aus drei Querflöten, einer Geige, einer Klarinette, zwei Akkordeons und einem Klavier, fanden schnell Anklang. Die 5. Klassen sorgten mit ihrem Blockflötenorchester und Klassikern wie „Der Kuckuck und der Esel“ oder „Alle Vögel sind schon da“ für Begeisterung vor allem bei den kleineren Zuhörern.
Höhepunkte stellten die Solistenkonzerte dar, bei denen Schüler und Lehrer ihr musikalisches Talent unter Beweis stellen konnten. So verzauberte Antonia Schuchardt (5) das Publikum mit dem Song „A Thousand Miles“. Auch Moritz Hardung (8) hüpfte mit seinen Fingern völlig fehlerfrei über die Tasten des Klaviers. Des Weiteren trat das Blockflöten-Trio, bestehend aus Lisa-Maria Jost (7) und ihren Kollegen Hannah Sophie Kilian und Laura Brandt, das sich sogar schon Preise bei "Jugend musiziert" eingeholt hatte, auf. Jakob Roth (6) und die Gastmusiker David Münch, Byron Sydney und Luis Brunner traten als Trommelgruppe auf und begeisterten die Zuhörer mit eindrucksvollen, rhythmischen Klängen.
Doch nicht nur den Kleinen konnte man anhören, dass sie Rhythmus im Blut haben: Das zeigte besonders Alexander Leszczynski (13), der mit „Claire de lune“ auf dem Klavier mehr als überzeugte. Ein weiteres Highlight war ein Duett, gespielt von Christina Adolph (10, Klarinette) und Frau Oettinger (Klavier), das die 20er für einen Augenblick regelrecht zum Leben erweckte.
„Die Ritterburg im Fabelwesenwald, im tiefen Fabelwesenwald“
Die Aufführung des Klassikers „Ritter Rost und Prinz Protz“ füllte nicht nur die Herzen der Kinder, sondern ebenso die der Eltern: Letztere waren sichtlich stolz auf ihre Kleinen und verfolgten das Geschehen mit sichtlicher Freude. Vor allem Antonia Schuchardt (5) beeindruckte auch hier wieder mit ihrem schauspielerischen Talent. Auch der Chor durfte bei so einer Veranstaltung nicht fehlen und nutzte daher den Tag der offenen Töne, um einige Lieder des bald anstehenden Sommerkonzertes vorzustellen. Dabei präsentierten die Sänger vorwiegend französische Lieder, wie „Champs Elysées“, aber auch Hits aus Musicals wie „Hair“.
Auch wenn das Publikum gegen Ende hin leider nur noch dünn gesät war, ließ es die Schulband, in fast komplett neuer Besetzung, noch mal richtig krachen.
Die, die jedoch geblieben waren, wussten: Das war Musik in den Ohren!
Für Peru und unser Projekt vor Ort kamen immerhin weit über 700 € zusammen.
Hang Le, 11


Termine
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