Bydgoszcz 2010
Auch wenn der Start wohl etwas unglücklich verlief, weil wir - ein Teil des Chores unter der Leitung von Frau Diehl - statt der geplanten 16 ganze 20 Stunden mit dem Bus unterwegs waren, kamen wir irgendwann zwar leicht erschöpft, aber glücklich an, sodass unser eigentlicher Tagesplan umgestaltet werden musste. Statt die Dinosaurier zu besuchen, lernten wir unsere Gastfamilie kennen. Außerdem konnten wir dadurch endlich unter die Dusche.
Abends haben wir uns erfrischt und mit bester Laune zu einem Kennenlernabend getroffen. Mit lustigen Spielen, wie zum Beispiel der Versuch eine Orange nur mittels des Kinns weiterzugeben, Essen und Bowling klang der Tag aus.
Der zweite Tag diente hauptsächlich dazu, die Schule und die Stadt Bydgoszcz zu erkunden.
Als wir an der Schule von den Grundschulkindern in Empfang genommen wurden, hefteten die Grundschulkinder kleine deutsche Flaggen an unsere Kleidung. Auch waren viele in den Farben Deutschlands gekleidet. Sehr interessant war es den Deutschunterricht der jüngeren Schüler beiwohnen zu dürfen.
Zudem gab es eine Poesie-Stunde, in der von Schülern Gedichte auf Englisch, Französisch und Deutsch vorgetragen wurden. Abgerundet wurde unser Besuch mit der Vorführung des Stückes „ der Besuch der alten Dame“, dem Deutsch-Abithema 2011.
In Bydgoszcz hatten wir die Ehre den äußerst freundlichen und humorvollen Oberbürgermeister zu treffen. Zur Belustigung aller kam die Frage auf, was denn die russische Flagge auf dem Tisch des Bürgermeisters zu suchen hätte, was jedoch ein Irrtum war - handelte es sich doch um die Flagge Bydgoszczs. Das Programm des Tages endete mit einer Stadtführung durch die Gastgeschwister.
Mit eines der Highlights des Polenaustausches war wohl der Ausflug nach Danzig. Eine sehr schöne Stadt mit vielen historischen Häusern, die es sich auf jeden Fall anzuschauen lohnt. Verbunden damit war auch der Abstecher nach Sopot, einer Küstenstadt an der Ostsee, wo wir auch die Möglichkeit hatten, die Gegend auf eigene Faust auszukundschaften.
Aber das wohl schönste Erlebnis war das Lebkuchenbacken in Torun. Wir hatten die Gelegenheit bekommen, eigens Lebkuchen herzustellen und zu backen, was alle mit sichtlicherer Begeisterung taten.
Eine weitere sehr interessante Führung war die Besichtung einer Befestigungsanlage in Torun, bei der wir mit Fackeln durch einen Tunnel liefen. Aufgrund dieser wunderschönen Erlebnisse und der netten Menschen, fiel es uns äußerst schwer Bydgoszcz nach fünf Tagen wieder zu verlassen. Allerdings machte es uns die bevorstehende Busfahrt nicht leichter...
Abschließend kann man nur sagen, dass es sehr schön ist, so eine Freundschaft zwischen den Schulen zu haben! Wir hoffen, dass sie auch weiterhin bestehen bleibt, ich freue mich jetzt schon auf den Gegenbesuch der Polen, der hoffentlich bald zustande kommt.
Auch dieses Jahr war der Polenaustausch nach Bydgoszcz ein voller Erfolg!
Melissa Schneider-Hirsch, 12 und die Online-Red.


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