Ursulinen-Gymnasium Mannheim
Ursulinen-Gymnasium Mannheim

Bericht von Denise Großmann und Tabea Kuipel


Am 4. März ging es los: Wir, die Klassen 9a und 9b, brachen zusammen mit Sr. Regina, Hr. Engelhart und Hr. Dr. Claret im Rahmen unseres NS-Projekts zu einer dreitägigen Exkursion nach Dachau auf. Nach einer fünfstündigen aber unterhaltsamen Busfahrt kamen wir schließlich beim Jugendgästehaus in Dachau an.

Nachdem die Zimmer verteilt waren und wir ausgepackt hatten, versammelten wir uns alle in einem großen Seminarraum. Dort stellten sich unsere Seminarleiter vor. Anschließend entschied sich jeder von uns für ein Seminar. Es standen zur Wahl: 1.Vertiefter Museumsbesuch(->KZ), 2.Lebensgeschichten von Zeitzeugen und 3.Beziehung zwischen Stadt und Lager. Als schließlich alle einem Seminar zugeteilt waren, gingen wir mit unserem jeweiligen Seminarleiter in einen anderen Seminarraum. Dort erhielten wir dann eine Einführung in das Thema „Konzentrationslager“: Was ist das überhaupt? Wer wurde dort hingeschickt? Was geschah dort? Wo liegen die Konzentrationslager? Wie heißen sie? ...

Danach gab es erst einmal ein leckeres Abendessen. Als jeder satt war, schauten wir den Film „Hitlerjunge Salomon“. Nach dem Film kamen wir noch einmal in unseren Seminargruppen zusammen um über den Film zu sprechen und wie es uns während dem Film ergangen war. Anschließend gingen wir in unsere Zimmer und redeten noch ein wenig.

Am nächsten Tag stand der KZ-Besuch an. Um halb zehn machten wir uns auf den Weg. Im Konzentrationslager konnten wir dann sehen, unter welch schrecklichen Bedingungen die Häftlinge dort leben mussten. Außerdem erfuhren wir, dass im Konzentrationslager nicht nur Juden gefangen gehalten und gefoltert wurden, wie viele denken. Auch politische Gegner, Homosexuelle, sog. Asoziale sowie Ungebildete und Kranke, aber auch einige Gebildete hielt man dort gefangen. Unser Seminarleiter erzählte uns auch auf welch grausame Weise die Menschen damals gequält, gefoltert und teilweise sogar getötet wurden. Obwohl Dachau ein Arbeiterlager war, kam es auch dort nicht selten vor, dass Häftlinge getötet wurden. Es gab dort auch eine Gaskammer, wobei man nicht genau weiß, ob sie verwendet wurde. Zum Abschluss unseres KZ-Besuchs besuchten wir noch das dortige Kloster, das als Zeichen der Hoffnung an diesem Ort errichtet worden war.

Gegen Mittag kehrten wir ins Jugendgästehaus zurück. Am Nachmittag kamen wir dann wieder in unseren Seminargruppen zusammen und besprachen den KZ-Besuch. Anschließend lasen wir Berichte einiger Zeitzeugen. Wir erfuhren wie sie vor und nach dem KZ gelebt haben und wie es ihnen während ihrer Zeit im KZ ergangen war.

Am Abend gingen wir noch nach München in die Stadt.

An unserem letzten Tag in Dachau besichtigten wir das „Deutsche Museum“ und konnten anschließend noch shoppen gehen. Dann machten wir uns auf den Heimweg.

Alles in Allem fanden wir die Exkursion nach Dachau sehr gut. Sie war lehrreich und interessant. Wir haben viele Einblicke in das damalige Leben im KZ gewonnen. Je nachdem für welches Seminar wir uns zu Beginn der Exkursion entschieden hatten, haben wir auch einiges über das Leben mancher Zeitzeugen erfahren, über das Leben derjenigen, die überlebt haben.

Es ist zwar erschreckend und schockierend zu erfahren und auch teilweise zu sehen, was in dem Konzentrationslager in Dachau und in den übrigen Konzentrationslagern geschehen und wie es den Häftlingen dort ergangen ist, aber dennoch sind wir froh, nach Dachau gefahren zu sein.



Denise Großmann
Tabea Kiupel































Das Dachaulied

"Man begreift erst die Dimension, wenn man viel darüber weiß und es wirklich sieht!"




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