Känguruwettbewerb am 18.03.10
250 Ursulinenschüler von Klasse 5 bis 13 versuchten am heutigen Känguruwettbewerb der Mathematik große Sprünge zu machen. Unter dem Zeitdruck von 75 Minuten mussten die Schüler bei diesem Wettbewerb möglichst viele der 30 Multiplechoiceaufgaben lösen. Die kniffligen Aufgaben haben es wirklich in sich, jedoch ist das Erfolgsgefühl nach einer gelösten Aufgabe unbeschreiblich gut.
Wir sind gespannt wie sich unsere Schüler unter den ca. 800000 Teilnehmern in Deutschland geschlagen haben. Die Ergebnisse werden vermutlich im Mai vorliegen. Bei Interesse an den Känguruaufgaben bitte folgenden Link verwenden:
http://www.mathe-kaenguru.de
Stefan Bodenseh
Franziska Mitulla berichtet aus Schülersicht ...
Känguru Tag - langweilige Matheaufgaben?!
„Oh nein, schon wieder Mathe!“ denken sich wohl die meisten Schülern wenn beim Blick auf ihren Stundenplan. Doch wenn der Känguru-Tag ansteht, springt sogar der Funke auf diejenigen über, die der Mathematik sonst eher abgeneigt sind. So auch dieses Jahr beim Känguru-Tag am 18. März, bei dem wieder 250 Schüler des UG teilnahmen.
Der Känguru-Tag in Deutschland ist ein Mathematikwettbewerb und findet seit 1995 regelmäßig statt. Es war zuerst ein Versuch an drei Gymnasien in Berlin mit insgesamt 184 Teilnehmern. Als sich der Wettbewerb Erfolg größerer Beliebtheit erfreute und viele Schüler ihr Interesse zeigten, entschlossen sich immer mehr Gymnasien und sogar Grundschulen bundesweit teilzunehmen. Mittlerweile beträgt die Teilnehmerquote in Deutschland bereits 6,87%!
Teilnehmen können alle Schüler von der 3.Klasse bis zur 13.Klasse. Je nach Klassenstufe gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und die Schüler haben 75min Zeit, die Aufgaben zu beantworten. Die Multiple Choice-Fragen erfordern nicht nur mathematische Fähigkeiten, sondern auch logisches Denken und Kreativität. Die Furcht der Schüler vor der Mathematik soll dadurch gebrochen werden.
Die Geschichte des Känguru-Tags reicht weiter, als man zunächst denkt. Erstmals hatten Hochschulmathematiker 1978 in Australien die Idee, Mathematik attraktiver zu machen, indem sie einmal im Jahr einen Wettbewerb anboten, an dem viele oder sogar alle Schülerinnen und Schüler teilnehmen sollten. Mit Erfolg nahmen paar Jahre später 80% der Schulen des Landes daran teil. Viele Länder übernahmen diesen Wettbewerb, der nach seinem Ursprungsland Känguru-Tag genannt wurde. Im Sommer 1994 wurde der internationale Verein "Kangourou sans frontières" (Känguru ohne Grenzen) mit Sitz in Paris gegründet, um die internationale Koordinierung, insbesondere die Vorbereitung der Aufgaben durch eine internationale Mathematiker-Gruppe zu organisieren. Die Aufgaben in den teilnehmenden Ländern werden zwar den dortigen Lehrplänen angepasst, sind aber im Wesentlichen ebenso wie der Tag, an dem der Wettbewerb stattfindet, gleich, nämlich an jedem dritten Donnerstag im März. Heute nehmen weltweit 38,5% der Schüler aus 46 Ländern am Känguru-Tag teil und jedes Jahr werden es, auch bei uns, mehr.
Doch ein Wermutstropfen bleibt: Auch die Teilnehmer am UG müssen sich noch bis zur Bekanntgabe der Ergebnisse im Mai gedulden.
Franziska Mitulla, 11
Und hier ein paar Aufgaben ... Hätten Sie es gewusst?
· aus den Klassenstufen 5 und 6:
Aufgabe 29: Die beiden Schildkröten Alma und Fritz starten gleichzeitig zu einem Rennen über 10 m. Alma rennt in 2 Minuten einen Meter weit, verschnauft für 2 Minuten, rennt wieder einen Meter usw. Fritz ist doppelt so schnell, macht allerdings nach jedem Meter für 4 Minuten Pause, bevor er wieder einen Meter weiter rennt. Wie oft befinden sich die beiden (Start- und Zielpunkt nicht mitgerechnet) während des Rennens zur selben Zeit am selben Ort?
(A) viermal (B) dreimal (C) zweimal (D) einmal (E) nie
Lösung: Jahrgangsstufe 5/6, Aufgabe 29: A
· aus den Klassenstufen 7 und 8:
Aufgabe 11: Der starke Hans wird losgeschickt, die nach dem Einschlag bereitliegenden Bäume für den Transport in Stücke zu sägen. Insgesamt 72-mal setzt er die Säge an und sägt einen Stamm durch, dann liegen 87 Stücke Holz bereit und er fragt sich, wie viele Bäume er zersägt hat?
(A) 12 (B) 14 (C) 15 (D) 17 (E) 18
Lösung: Jahrgangsstufe 7/8, Aufgabe 11: C
· aus den Jahrgangstufen 9 und 10:
Aufgabe 21: Die Familie Kernig, bestehend aus Frau Kernig, Herrn Kernig und einigen Kindern, hat das beeindruckende Durchschnittsalter von 18 Jahren. Lässt man den 38-jährigen Herrn Kernig bei der Berechnung aus, so sinkt das Durchschnittsalter der verbleibenden Personen auf gerade einmal 14 Jahre. Wie viele Kinder hat Familie Kernig?
(A) 4 (B) 5 (C) 6 (D) 7 (E) nicht eindeutig zu bestimmen
Lösung: Jahrgangsstufe 9/10, Aufgabe 21: A


