Ursulinen-Gymnasium Mannheim
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Lucca

Studienfahrt der Jahrgangsstufe 13 in dieToskana


Reisedatum: 21.09.2009 – 25.09.2009
Reiseziel: Montecatini Terme
Gockel/Walter


Ein Tag in der Toskana

Der Tag beginnt leicht verschlafen wegen der gestrigen späten Stadterkundung von Montecatini Terme. Der bereits „nach italienischer Tradition“ gedeckte Frühstückstisch lässt (nicht) viel zu wünschen übrig, so dass alle leicht hungrig die Zimmer aufsuchen, um sich für Florenz fertig zu machen.

Partenza per Firenze! Der Bus nimmt um 8:30 Uhr Kurs auf Florenz. Nach dem eher mäßigen Frühstück ist die Stimmung eher etwas gedrückt, dennoch sind wir voller gespannter Erwartung. Laura leitet noch schnell einen Crash-Kurs Italienisch, mit dem wir hoffentlich für den Aufenthalt gewappnet sind.

Am Arno treffen wir unseren Stadtguide Tassilo, der uns erst mal am Fluss entlang führt, um dann ins Stadtzentrum abzubiegen. Um 10:30 Uhr machen wir an der zweitgrößten Kirche von Florenz einen längeren Halt. Das ehemalige Franziskanerkloster Santa Croce wurde im 14. Jahrhundert im gotischen Stil erbaut. Die Kirche wurde im Verlauf der Zeit zu einer Grablege, die berühmte Persönlichkeiten wie Michelangelo oder Galilei beherbergt.
Durch enge Gassen gelangen wir zur Piazza della Signoria, dem zentralen Platz mit dem Palazzo Vecchio. Der während der Hochrenaissance erbaute Palast spiegelt die Wiedergeburt der Antike wider.

Die wohl bekannteste Brücke von Florenz, der Ponte Vecchio, wird heute von 48 Juwelierläden genutzt, nachdem ursprünglich dort hauptsächlich Schlachter und Gerber ansässig waren. Die Schlachter warfen ihre stinkenden Abfälle in den Arno, die Gerber wuschen ihre Stoffe, die zuvor mit Pferdeurin gegerbt wurden.
1593 wurden diese per Dekret durch Goldschmiede ersetzt. Hier beweist sich die alte Weisheit: „Pecunia non olet“ (Geld oder Gold stinkt nicht).
Im Auftrage Cosimos I. de Medici wurde von Giorgio Vasari 1565 über der Ladenzeile ein Übergang gebaut, der den Palazzo Vecchio mit dem Palazzo Pitti verbindet und den damaligen Herren trockenen Fußes und ungesehen ins Zentrum der Macht führte.

Das letzte Ziel unserer Stadtführung wird um 12:15 Uhr erreicht, der Dom mit seinem Baptisterium. Bis ins 13. Jahrhundert hatte den Bewohnern der Stadt das Baptisterium San Giovanni sowie einige kleine Kirchen genügt. 1296 entschloss man sich zum Bau des Doms Santa Maria del Fiore nach Plänen von Arnolfo di Cambio. Der Bau sollte Ausmaße haben, wie sie die Toskana nie zuvor gesehen hatte.
Der Baumeister Giotto, damals schon 68 Jahre alt, richtete ab 1298 seine ganze Energie auf den Campanile, den Glockenturm.
1417 legte Brunelleschi sein erstes Kuppelmodell vor. Der Bau der 107 Meter hohen Kuppel mit einem Durchmesser von 45 Metern dauerte von 1418 bis 1434. Von Anfang an trug die aus zwei Schalen bestehende Konstruktion sich selbst und wurde ohne Lehrgerüst errichtet. Aufgrund ihrer Einzigartigkeit wird sie noch heute als Höhepunkt der Renaissance gesehen.

Die drei künstlerisch bedeutsamen Bronzeportale des Baptisteriums (Taufkirche) San Giovanni von Lorenzo Ghiberti und Andrea Pisano entstanden zwischen 1330 und 1452.

Nach soviel Bildung und Kultur sind wir dann auf uns allein gestellt, die erste Anlaufstelle ist eine PIZZERIA, da die Mägen knurren und wir etwas zu essen brauchen.
Wir machen uns dann zu einer Shopping-Tour zu den unzähligen Kleinhändlern auf, die mit Leder, Kleidung und Souvenieren ihr täglich Brot verdienen. Der Mercato Centrale bildet das Ende der Einkaufsmeile und bietet weitere kulinarische Spezialitäten. Mit dem Wichtigsten (Getränke uns Essen) versehen nehmen wir nun Kurs auf den Arno, wo wir in geselliger Runde die bisherigen Erlebnisse Revue passieren lassen.
Gegen 16:30 Uhr steigen wir zu unserem Fahrer Bert – geschafft vom schönen Florenz! – in den Bus. Die Augen fallen schneller zu als wir denken können!
Unsere Hoffnungen auf ein reichhaltiges Abendessen werden dann nicht enttäuscht – wenn Italiener etwas können - dann PASTA JJJ.
Mit der Funicolare, einer alten Seilbahn, fahren wir später am Abend noch nach Montecatini Alto und lassen dort nach einem Rundgang den Tag in einer Bar ausklingen.
Gegen Mitternacht erreichen wir unser **Hotel und zählen schon bald Schäfchen …




Unsere Erfahrungen mit dem toskanischen Essgewohnheiten

Das Frühstück nimmt der Italiener oft im Stehen an der Theke einer kleinen Cafébar ein – eine Tasse Kaffee und ein Hörnchen oder etwas Toastbrot mit Käse oder Schinken.
Dass der Einheimisch keinen besonderen Wert auf die erste Malzeit am Tag legt, haben wir auch in unserm Hotel zu spüren bekommen: ein Luft-Brötchen nach italienischer Art, Butter und Marmelade.
Die beiden Hauptmalzeiten geraten aber zu recht ausführlichen und opulenten kulinarischen Ereignissen. Ohne ein mehrgängiges Menu am Tag fehlt dem Durchschnittsitaliener Lebenswichtiges. Leider haben wir ein solches mehrstündiges Abendessen nicht erleben dürfen, obwohl man sagen muss, dass unser Abendessen aus einer Vorspeise (immer Pasta!), einem Hauptgericht mit Kartoffeln, Salat und Fleisch – und einer Nachspeise bestand. Pappsatt haben wir den Speisesaal immer verlassen.
Die Auswahl an Pizza, Pasta, Wein, Kaffee und Eis ist in den entsprechenden Geschäften enorm und variantenreich. Wir haben sie (fast alle) genossen!
Am letzten Abend in Montecatini hatten wir einen Pastaabend: Nudeln, Nudeln, nichts als Nudeln in verschiedenen Variationen, mit unterschiedlichen Soßen, auch Lasagne. Gut gefüllt und rundum zufrieden sagten wir dem Speisesaal Adieu.





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