Fechten im Sportunterricht
„Fechten? Das doch kein richtiger Sport. So ein bisschen Herumpieken und nach wenigen Minuten fertig sein, wo ist da die Herausforderung? Ein Fußballspiel dauert immerhin 90 Minuten!“
Dass Fechten alles anderes als ein lahmer Sport ist, bekamen die Schüler der 11. Jahrgangsklasse am 17.03.2009 in einer ungewöhnlichen Sportstunde gezeigt. Da man nicht allein fechten kann, hatte ich zwei Mitglieder meines Vereins FC Kurpfalz gebeten, mich zu unterstützen.
Zuerst machten wir ein wenig Theorie. Das bedeutet, wir haben gezeigt, welche Ausrüstung man fürs Fechten braucht. Beispielsweise die Kleidung: Jeder kennt die weißen Fechtanzüge, aber nur wenige wissen, dass mehrere Schichten Kleidung übereinander getragen werden, um den Stoß der Waffe zu dämpfen. Oder, dass man den „Helm“ in der Fachsprache „Maske“ nennt. Außerdem haben wir die drei Waffen Florett, Degen und Säbel vorgestellt und erklärt.
Nun Schluss mit der Theorie, die Praxis folgte. Wie bei jedem guten Training muss man sich zuerst warmmachen, ganz wie in einer normalen Sportstunde.
Danach kamen Dehnübungen an die Reihe, denn beim Fechten braucht man eine gute Beweglichkeit. Die Übungen waren für die meisten ungewohnt und nicht ganz einfach, aber trotzdem haben alle sehr bemüht mitgemacht.
Nun folgte der wohl interessanteste Teil, die Beinarbeit. Sie ist eine entscheidende Übung für das Gefecht, weil hier die nötigen Schrittkombinationen trainiert werden. Dabei ist die Koordination der Arme und Beine sehr wichtig. Hierbei tat sich Herr Bodenseh mit besonderer Leistung hervor :-)
Zum Schluss gab es noch ein Gefecht pro Waffe zu sehen. Wenn es auch etwas improvisiert war, da in der Halle keine Planche (das ist die Fechtbahn) vorhanden war und auch keine elektrischen Treffermelder installiert waren. Statt dessen haben wir uns auf den Obmann (Schiedsrichter) und auf die akustischen Treffermelder verlassen: „Aua!!“
In dieser Sportstunde wurde ein kleiner Einblick in eine oft unterschätzte Sportart gegeben.
Christopher Kern, 11b


