Jede Menge Gaudí!
Am Sonntag, den 06.07.2008, trafen wir uns um 2.30 Uhr in Mannheim am ZOB (Zentraler Omnibusbahnhof), um mit dem Bus nach Frankfurt Hahn zu fahren. Fast alle trugen ihr Barcelona-Shirt, so dass es gar nicht schwer fiel, die Gruppe von weitem zu erkennen. Barcelona, wir kommen! Nach einer Flugzeit von ca. 2 Stunden landeten wir aber erst einmal in Girona, von wo unsere Odyssee dann weiterging: mit Bus und U-Bahn gelangten wir nach insgesamt neun Stunden letztendlich erschöpft zu unserem Hostel: Barcelona Dream, was auf den ersten Blick eher einem Alptraum glich. Nachdem dann aber unsere Zimmer gesäubert wurden und wir uns ein wenig eingewöhnt hatten, war alles nur noch halb so schlimm. Die Mädels teilten sich ein 12er-Zimmer mit zugehöriger Dusche & WC. Die Jungs nächtigten in einem 12er- und einem 5er-Zimmer. Als wir uns dann alle etwas frisch gemacht hatten, nahmen wir erst einmal einen kleinen Imbiss zu uns. Danach machten wir einen Spaziergang durch unser Viertel Badalona und sahen uns den Strand an, der nur 10-15 Minuten entfernt war. Den Rest des Tages ruhten wir uns von der anstrengenden Anreise aus, um für die folgenden Tage fit zu sein, für die wir uns viel vorgenommen hatten. Am Abend trafen wir uns – wie an jedem der folgenden Abende - um 19:15 zum gemeinsamen Abendessen, das außerhalb des Hostels im kleinen Restaurant La Masia stattfand. Mit dem Essen waren wir sehr zufrieden: Es gab verschiedene Gerichte zur Auswahl; wobei auch oft einheimische, für die Region typische Speisen dabei waren.
Am Montag ging es dann richtig los: Abfahrt um 9.00 Uhr; vorher hatten wir Zeit, im Hostel zu frühstücken. Wir fuhren dann mit der U-Bahn in die Innenstadt Barcelonas, um erst einmal die Stadt an sich etwas kennenzulernen. Nachdem wir die Universität genauer betrachtet hatten, machten wir am Plaça de Catalunya einen kurzen Zwischenstopp. [Dort wurde Herr Beranek mit einem wunderschön kitschigen Meerjungfrauen-Ballon verknotet, was das Zusammenhalten der Gruppe für den Rest des Tages sehr vereinfachte. Ein Dankeschön vom Ende des Pelotons an die Initiatorinnen. „Grün grün grün!“] Anschließend schlenderten wir die Rambla entlang, wo wir zahlreiche Straßenkünstler bewundern konnten. Auf dem Weg besuchten wir den großen Markt und bestaunten die zahlreichen Obst- und Gemüsehändler, sowie Fleisch- und Käsestände. Anschließend bewegten wir uns zum Plaça Reial und schließlich zur Kolumbussäule. Dort fuhren wir dann mit dem Fahrstuhl nach oben und genossen die prächtige Aussicht. Nun war es auch schon Mittag und Zeit für einen Snack, den wir auf der Rambla del Mar einnahmen. Als Abschluss des Tagesprogramms besichtigten wir noch das Viertel Barri Gòtic. Der Rest des Nachmittags blieb uns freigestellt und wir konnten uns interessante Gebäude - wie z.B. die Kathedrale - ansehen, für die wir in der Gruppe keine Zeit hatten, bzw. bei denen die Interessen auseinander gingen.
Am Dienstag stand die Sagrada Familia an der ersten Stelle unseres Tagesprogramms: Ein eindrucksvolles Bauwerk! Nach oben, wo wir Gaudís Meisterwerk und Barcelona aus anderer Perspektive genießen konnten, verhalf uns wieder ein Lift; runter ging es allerdings zu Fuß: Unzählige Treppenstufen führten uns durch schmale, dunkle Gänge wieder ans Licht. Als wir es endlich geschafft hatten, sahen wir uns das dazugehörige Museum an. Schließlich fuhren wir dann mit dem Sightseeing-Bus der roten Linie zum Parc Güell. Dort ist alles aus Mosaik angefertigt und es gibt ebenfalls eine tolle Aussicht von der höher gelegenen Terrasse. Nach ca. 1 ½ Stunden Parkerkundung ließen wir uns per Bus zur Monestir de Pedralbes kutschieren, einem Kloster, das wir auf eigene Faust besichtigen durften: Überall fanden wir die gotischen Spitzbögen, von denen wir zuvor im Kunstunterricht schon gehört hatten. Nach der Besichtigung fuhren wir noch weiter mit dem Bus zum Fußballstadion Camp Nou. Dort trennten sich dann unsere Wege. Einige wollten in den Shop, andere wollten sich das Stadion genauer ansehen.
Am Mittwoch entschieden wir uns für den Bus der blauen Linie. Zuerst besuchten wir das Casa Batlló und das Casa Milà, das wir dann auch ausgiebig besichtigten. Danach fuhren wir mit dem Bus zum Plaça d’Espana, von wo aus wir dann zum riesigen Palau Nacional mit dem Museu Nacional d’Art de Catalunya liefen. Dort lauschten wir einem Referat über den Montjuic und fuhren anschließend vorbei an den Olympiastätten von 1992 mit dem Bus zu einer Gondelbahn, mit der wir ins Viertel La Barceloneta gelangten. Da angekommen machten wir eine kleine Mittagspause, in der wir das hübsche Viertel ein wenig erkunden konnten. Anschließend spazierten wir am Hafen entlang. Von dort aus konnte man einige Museen sehen, die man in der freien Zeit noch besuchen konnte. Schließlich ging es wieder zum Bus, der uns in die Nähe des Zoos brachte. Am späten Nachmittag trennten wir uns und jeder konnte das machen, worauf er Lust hatte.
Donnerstag, letzter Tag. Wir teilten die Gruppe: Die einen gingen ins Museu Maritim, die anderen ins Museu d’Art Contemporani De Barcelona. Danach fanden wir uns alle am Plaça de Catalunya wieder ein. Nun konnten wir die Sehenswürdigkeiten besuchen, die wir unbedingt noch sehen wollten. Es bildeten sich also kleine Grüppchen: Manche besuchten das Schokoladenmuseum oder das historische Museum, andere gingen in den Zoo. Abends trafen wir uns das letzte Mal zum Essen in unserem kleinen Restaurant. Danach fand eine kleine Abschlussfeier statt. Am Freitag, den 11.07.2008, um 4.00 Uhr traten wir dann die Rückreise an.
Alles in allem war es eine sehr schöne Studienfahrt. Wir hatten tolles Wetter, auch wenn dabei die Besichtigung der Sehenswürdigkeiten, die durch zahlreiche Schülerreferate unterstützt wurde, ziemlich anstrengend war.
Vielen Dank an Frau Barth und Herrn Beranek für die erfolgreiche und schöne Studienfahrt!
[Von den Spiel...machern auch „muchas gracias“ an die Barcelona-Mannschaft, die diesen Trip zu einer sehr positiven Erfahrung für uns gemacht hat. Danke auch an Kathrin für den Bericht.]


