Ursulinen-Gymnasium Mannheim
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Die 7b auf großer KlassenfahrtDas Landschulheim der Klasse 7b

Morgens um 8:30h versammelten sich alle erst mal vor dem Schultor. Teilweise mit riesigen Koffern und ein paar Wasserflaschen. Überschwänglich begrüßte man seine Freunde und Freundinnen. Dann standen wir alle zusammen rum und sahen aus, als ob wir nicht 5 Tage sondern vielleicht 3 Wochen wegfahren würden. Nach längerem Warten kam der Bus - allerdings zu einer anderen Stelle als zuerst gedacht.
Also trugen oder zogen wir stöhnend unsere Koffer zum Bus, während wir uns teilweise Sprüche wie: “Ich habe es dir gesagt, du nimmst viel zu viel mit“ von den leicht amüsierten Eltern anhören mussten. Endlich am Bus angekommen drückte man schnell die Eltern und versuchte dann die besten Plätze zu ergattern. Im Bus wurde versucht uns die Hausregeln zu erklären. Da die meisten hinten saßen und man dort eh nichts verstand, plauderten wir einfach munter weiter. Nach 2 Stunden in dem Bus, der eine kaputte Klimaanlage hatte, weshalb wir ein paar Tropfen aus einem Rohr abbekamen, erreichten wir unser Ziel. Schnell suchte man seine Koffer und ging dann in die Richtung, die einem gewiesen wurde. Am Hollerhaus angekommen gingen Fr. Schreiner und Hr. Weinbrecht ins Haus, während wir versuchten im Schatten zu stehen um dort zu warten. Dann endlich durften wir rein. Als wir mit Sack und Pack im Zimmer waren, wurde erst mal ausgehandelt, wer wo schlafen sollte.
Nachdem wir Zeit gehabt hatten auszupacken oder ähnliches zu tun, gab es Mittagessen. Als wir uns das Essen mehr oder weniger hatten schmecken lassen, hatten wir Freizeit, in der die meisten rausgingen um das Gelände zu erkunden. Nachmittags kamen dann Trainer aus dem Eventurepark um Spiele mit uns zu spielen. Zum Beispiel mussten immer zwei auf einmal ohne Pause durch ein geschwungenes Springseil rennen.
Nach ein paar Spielen wurden wir in zwei Gruppen geteilt um weitere kooperative Abenteuerspiele, wie sie es nannten, zu spielen.
Abends wurde dann ein Lagerfeuer gemacht und gegrillt. Um 11:00 war Nachtruhe und ein paar schliefen nachdem anstrengenden Tag sofort ein. Die anderen quatschten noch lange und aßen Süßigkeiten. Irgendwann kehrte dann aber doch Ruhe ein.

Für die meisten begann der nächste Tag um 8:30, wenn sie nicht schon mit Hr. Weinbrecht joggen waren. Um 9: 00 beim Frühstück waren die meisten noch im Dämmerschlaf. Nach einem leckeren Frühstück wurde uns dann angekündigt, dass wir heute TREK haben sollten. Aber als erstes hatten wir Freizeit. Als dann das TREK-Team kam, machten wir dann auch ein paar Spiele, die waren dieses Mal allerdings etwas anders als am Tag zuvor. Eine Aufgabe war: man musste durch eine Gasse aus Mitschülern rennen die alle ihre Hände im Weg hatten und diese nur ganz knapp vor einem weg nahmen.
Nach ein paar Spielen gab es dann Mittagessen. Dann hatten wir etwas Freizeit, in der viele Volleyball oder Fußball spielten. Später setzten wir uns dann an die Feuerstelle um theoretisch über Konfliktsituationen zu reden. Danach konnte man sich entscheiden ob man Freizeit oder den Film „Knallhart“ schauen wollte.
Nach dem Film oder der Freizeit trafen wir uns wieder an der Feuerstelle und fuhren mit der Theorie fort. Plötzlich war es schon wieder Abend geworden und es gab Essen. Danach fuhren Hr. Matzke und Fr. Biedert zurück nach Hause.
Wie immer hatten wir dann nach dem Essen Freizeit und der Küchendienst half in der Küche. Dann machten wir ein Lagerfeuer, sangen Lieder und Fr. Schreiner spielte Gitarre dazu. Leider wurden wir frühzeitig vom Regen unterbrochen und wir gingen in unseren Aufenthaltsraum und machten dort weiter.

Am nächsten Morgen gingen wir gleich nach dem Frühstück los in den Eventure-Park. Wir liefen ein kleines Stück und dann holte uns ein Bus ab. Nachdem wir ausgestiegen waren, liefen wir noch ein weiteres Stück und kamen dann an. Als erstes wurden wir kurz begrüßt und dann bekamen wir Gurte an und einen roten oder blauen Helm auf. Was wir noch nicht wussten war, dass wir schon, ohne dass wir es mitbekommen hatten in Gruppen eingeteilt worden waren; nämlich alle mit einem blauen Helm in die eine und alle mit einem roten Helm in die andere. Eine kleine Attraktion war auch die süße Katze Felix. Als alle mit Helmen und Gurten versorgt waren, versammelten wir uns vor dem kleinen Haus und jede Gruppe ging mit zwei Trainern und einem Lehrer los zur ersten Aufgabe. Bei uns kam ein zwei Meter hohes Netz aus Seilen dran, wo jeder durch ein kleines Dreieck des Spinnennetzes musste, natürlich ohne das Seil zu berühren.
Die Organisation innerhalb der Gruppe ließ am Anfang etwas zu wünschen übrig, wurde dann aber immer besser. Danach kam ein kleiner Niedrig-Parcour, den alle schaffen mussten ohne den Boden zu berühren. Wir wurden immer besser, jeder kannte nämlich jetzt seine Schwächen bei Aufgaben dieser Art und wusste, wo er Hilfe brauchte. Toll war auch, dass bei uns niemand genervt war und sich über andere aufregte, wenn wir noch mal von vorne anfangen mussten, weil jemand abgestiegen war.
Nach den zwei Aufgaben begaben wir uns zu ein paar Holztischen um dort dann etwas zu essen. Danach versuchten wir uns an ein paar Aufgaben in der Höhe. Bei der Himmelsleiter kamen immer drei Personen dran, die dann ohne Hilfsmittel nur mit sich und den Partner hochkommen mussten. Die anderen sicherten.

Als das mehr oder weniger erfolgreich beendet war, kletterten wir dann an einer Kletterwand hoch, um dort ein paar Hochseil-Parcours zu machen. Zum Beispiel musste man sich in ungefähr 10 Metern Höhe mit Autoreifen zum nächsten Punkt hangeln.

Nachdem wir das bewältigt hatten, machten wir uns auf den Weg zu einem langen Holzpfahl, der Pamper-Pole hieß. An diesem kletterte man hoch, stellte sich oben darauf, drehte sich um und sprang runter. Das ganze natürlich ohne sich irgendwo festzuhalten. Es gab nur einen Haken: dieser Pfahl war recht klein und hatte, weil es sehr windig war, ziemlich gewackelt. Hier zu die Regel: wenn man einmal gesagt hatte, ich mache das, gab es kein Zurück mehr. Trotzdem wagten sich recht viele aus der Gruppe hinauf. Es wurde von den Mädchen teilweise ganz schön geschrieen, aber alle fanden es toll und hätten es noch mal gemacht. Nun begaben wir uns zur Hütte zurück, um dort Gurte und Helme abzugeben. Danach versammelten wir uns vor dem Häuschen und besprachen den anstrengenden Tag. Nachdem wir alles besprochen hatten, machten wir uns auf den Rückweg. Am Hollerhaus angekommen beeilte sich der Küchendienst und die anderen ruhten sich aus. Das Ausruhen bestand bei den meisten aus Volleyball, Fußball spielen oder irgendetwas anderem. Schließlich wurden wir zum Abendessen gerufen. Danach beschlossen ein paar, duschen zu gehen. Das war eine ziemlich komplizierte Angelegenheit, da die Kleider auch nass wurden, wenn man sie vor die Duschen legte. Nach ein paar Versuchen hatte man aber dann die beste Methode herausgefunden.
Später am Abend trafen sich dann alle noch mal beim Lagerfeuer, worauf wir wieder wie Kettenraucher rochen. Der Gestank war es aber wert, da wir Stockbrot machten. Wir nahmen uns etwas Teig und wickelten den dann um unseren Stock. Dann hielten wir unseren Stock ins Feuer, worauf der Teig bei vielen verbrannte. Bei ein paar fing auch die Spitze an zu brennen. Uns wurde immer wieder gesagt, wir sollen unseren Stock nicht in das Feuer, sondern über die Glut halten. Mit der Zeit lernten wir größtenteils aber doch, wie man es richtig machte. Nach und nach zerstreuten wir uns, manche erzählten Blackstories (Rätsel). Eine war so:
Wenn der Mond nicht wäre, wüsste sie, wer der Täter war.
Auch in dieser Nacht war zu unserem Bedauern um 11:00 Nachtruhe. Die meisten hielten sich daran und wenn nicht, wurde die Sicherung rausgezogen.

Der nächste Tag begann wieder zu früh. Beim Frühstück wurde uns erzählt, dass wir heute wieder im Eventure-Park sein sollten. Schnell rannten wir noch mal in unsere Zimmer, um uns mit Mückenschutz einzureiben, da ein paar vom Vortag richtig fiese Mückenstiche hatten. Nachdem wir uns gründlich eingerieben hatten und jetzt nicht nur nach Kettenrauchern, der Geruch war immer noch in den Haaren, sondern auch nach Antimücken-Lotion stanken, sollte jedes Krabbeltier tot umfallen, das uns in die Quere käme. Schließlich machten wir uns auf den Weg. Heute holte uns wieder der Bus ab. Beim Eventure-Park gingen wir gleich in die Hütte um die Gurte und Helme zu bekommen. Zu unserer Überraschung bekamen wir nur Gurte, wir sollten uns erst selbst in zwei Gruppen einteilen und danach dann nach unserer Einteilung die Helme bekommen. Als wir endlich unsere Helme hatten, ging meine Gruppe voller Vorfreude los zu einem Parcours auf der Erde. Diese Aufgabe war noch mal um einiges anspruchsvoller als die vom Vortag.
Heute spielten wir alles gegen die andere Gruppe, was uns dazu bewegte, uns noch mehr anzustrengen. Nach langem feilen fanden wir bei dem Parcours die beste Methode heraus. Danach gingen wir zur Kletterwand, wo nun Klettern auf Zeit auf dem Plan stand. Als alle, die wollten, geklettert waren, gab es ein Finale. Sogar die Trainer waren teilweise überrascht, wie schnell manche hochkletterten. Nun gab es Mittagessen wie am Vortag bei den Holztischen im Freien. Nachdem wir mit der „gegnerischen“ Gruppe gegessen hatten und gegenseitig mit unseren Ergebnissen geprahlt hatten, machten wir uns auf den Weg zum Bogenschießen.
Dafür musste man einen Handschuh und einen Schutz für den Arm anziehen. Dann wurde uns erklärt, wie es funktioniert. Es sah viel einfacher aus als es in Wirklichkeit war. Man musste auf so viel gleichzeitig achten und das Hauptproblem war die Zielscheibe zu treffen, denn hier ging es um Punkte. Wir wollten ja die andere Gruppe besiegen.
Viele Pfeile gingen allerdings daneben und steckten dann im Erdboden. Als wir hiermit fertig waren, liefen wir zum nächsten Aufgabe dem Trapez.
Hier sollte man erst mal auf ungefähr acht Meter Höhe klettern, sich dann auf die Plattform stellen und dann zu einem Trapez springen. Man konnte bestimmen wie weit es weg sein sollte. Dabei ging es um die Gesamtmeterzahl der Gruppe. Als man oben stand, sah es viel weiter weg aus als von unten.
Jetzt hatten wir nur noch eine Aufgabe vor uns, und die zählte nicht mit beim Wettbewerb, sondern war nur da, um Spaß zu machen:
die RIESENSCHAUKEL!
Hierfür wurde der Gurt ganz eng gemacht, dann ging man ein kleines Stückchen den Hügel herunter und stieg dann ein paar Stufen einer Leiter hoch. Es wurden zwei zwölf Meter lange Seile an einem befestigt und man bekam eine dünne schwarze Schnur in die Hand – den Selbstauslöser. Es wurde einem gesagt, dass man seinen Kopf auf die Brust legen solle. Nun wurde man von den Anderen ungefähr zwölf Meter hochgezogen, dann rief der Trainer: “ Zieh!“ und jetzt zog man kräftig an der kleinen schwarzen Schnur. Das bewirkte, dass man fiel. Dann schaukelte man in einem Zwölf-Meter-Radius mit einer irren Geschwindigkeit hin und her. Daher hatte es auch den Namen „Riesenschaukel“.
Alle, die das gemacht hatten, wollten unbedingt noch mal, aber das ging aus zeitlichen Gründen leider nicht. Langsam liefen wir ein letztes Mal zur Hütte zurück um dort Gurte und Helme abzugeben. Dann versammelten wir uns noch einmal zum Abschied davor und besprachen, wie es uns gefallen hatte und uns wurde das Ergebnis beim Wettbewerb bekannt gegeben: unentschieden.
Nun schlenderten wir gemütlich zum Bus zurück. Als wir wieder am Hollerhaus angekommen waren, hatten wir viel zu tun. Jedes Zimmer bereitete nämlich ein Spiel oder ähnliches für den letzten Abend vor. Nach kurzer Zeit wurden wir zum Abendessen gerufen. Danach wurde uns angekündigt, dass heute erst um 0:30 Nachtruhe sein sollte und dass wir uns um 20: 00 im Aufenthaltsraum treffen sollten.
Um 20: 00 im Aufenthaltsraum spielten wir dann Spiele wie: Extrem Activity, Skulpturen bauen und vieles mehr. Leider ging auch dieser Abend irgendwann vorbei und es war Zeit ins Bett zu gehen.

Am nächsten Morgen wurden wir früher geweckt als sonst, weil wir ja noch die Koffer packen und die Zimmer putzen mussten. Nach dem Frühstück machten wir uns gleich an die Arbeit. Das nahm leider die ganze Zeit bis zur Abreise in Anspruch.
Als wir schließlich total fertig im Bus saßen, wurde wieder versucht uns was zu erzählen. Diesmal verstanden wir hinten wenigstens ein paar Bruchstücke, nämlich dass Hr. Weinbrecht und Fr. Schreiner es sehr schön fanden. Also klatschten wir, weil wir alle es toll fanden. An der Schule angekommen suchte man seinen Koffer und begrüßte dann seine Eltern. Dann verabschiedete man sich von seinen Freundinnen und Freunden und fuhr nach Hause. Nach ein paar Tagen war dann auch das letzte Mitbringsel verschwunden: der Muskelkater.

von Lena Laros, 7b





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